Montag: Dell mit weniger Homeoffice, Microsoft Paint mit mehr KI-Funktionen
Präsenzpflicht bei Dell + Paint bekommt Copilot-Button + AI Act verlangt KI-Kompetenz + GeForce-Upgrade langweilig wie Intel früher + Technik beim Hindu-Fest
(Bild: Black Salmon/Shutterstock.com)
Computerhersteller Dell zieht der Remote-Arbeit den Stecker: CEO Michael Dell führt eine strenge Präsenzpflicht ein. Die Regelung soll ab März gelten, weil laut Dell keine Technologie auf der Welt so schnell wie menschliche Interaktion sei. Immerhin wird es Ausnahmen von der Anwesenheitspflicht geben. Derweil zeigt eine neue Vorschau-Version von Windows 11, dass Microsoft auf Copilot-PCs einen Copilot-Button in Paint integriert. Dieser erlaubt direkten Zugriff auf einige KI-Funktionen, wie die KI-gestützte Bildgenerierung und -bearbeitung. Dies bleibt aber modernen Copilot-Plus-PCs vorbehalten. KI dieser Art fällt eher nicht unter den AI Act der EU, dessen zweite Stufe mit dem 2. Februar 2025 greift. Die KI-Verordnung umfasst Verbote von KI-Systemen mit unannehmbarem Risiko und eine Kompetenz-Pflicht für alle Mitarbeiter. Wobei nur schwammig beschrieben ist, was KI-Kompetenz bedeutet – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
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Schluss mit Homeoffice für die Dell-Belegschaft: In einer E-Mail ruft CEO Michael Dell Beschäftigte, die teilweise oder vollständig von zu Hause aus arbeiten, wieder fünf Tage die Woche ins Büro zurück. Die neue Präsenzpflicht gilt für alle, die bis zu einer Stunde Fahrzeit entfernt von ihrem Arbeitsstandort wohnen – gemäß üblichen US-Maßstäben ist hier wohl Auto-Fahrzeit gemeint. Die Regelung soll ab dem dritten März in Kraft treten. Wer weiter weg wohnt, soll zunächst weiter von daheim arbeiten dürfen. Zwar betont Dell, dass "ein 30-sekündiges Gespräch eine E-Mail ersetzen kann", aber es wird Ausnahmen von der Präsenzpflicht geben, trotz Schluss mit Homeoffice: Dell holt seine Belegschaft zurück ins Büro.
Microsoft stellt Beta-Testern eine neue Vorschau-Version von Windows 11 zur Verfügung, die dem Zeichenprogramm Paint einen eigenen Copilot-Button für weitere KI-Funktionen spendiert. Aktuell wird Nutzern von Paint unter Windows 11 lediglich der "Image Creator" angeboten, mit dem auf Basis eines KI-Prompts Bildinhalte erstellt werden können. An die Stelle des Image Creators rückt künftig ein dedizierter Copilot-Button, der weitere Funktionen künstlicher Intelligenz anbietet. Denn ein Klick auf diesen Button öffnet ein Menü, das Cocreator, Image Creator, den generativen Radiergummi und das KI-unterstützte Entfernen des Hintergrunds anbietet: Microsoft erweitert KI-Funktionen von Windows 11 auf weitere Apps wie Paint.
Paint mit den KI-Funktionen fällt wohl nicht darunter, aber KI-Systeme mit unannehmbarem Risiko sind ab sofort verboten. Das betrifft etwa sogenannte Social-Scoring-Anwendungen, bei denen die Bürgerinnen und Bürger überwacht werden. Nicht, dass es diese Systeme bisher in der EU gegeben hätte. Der AI Act, der im vergangenen August in Kraft getreten ist, stellt damit jedoch sicher, dass solche Systeme auch künftig nicht genutzt werden. Das Verbot gilt ab dem Stichtag, 2. Februar 2025. Das Gesetz gelangt nämlich stufenweise in Anwendung. Zudem dürfen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nur dann KI am Arbeitsplatz nutzen, wenn sie dafür ausreichend kompetent sind, besagt der AI Act: KI-Nutzung nur noch mit ausreichender Kompetenz.
Die RTX-5000-Serie zeigt, dass Nvidia bei Gaming-Grafikkarten nur noch das Nötigste macht. Die vorab geteilten Details ließen bereits Schlechtes befürchten, weil es kaum mehr Rechenwerke als bei den RTX-4000-Grafikkarten gibt. Inzwischen beweisen Tests: Die Blackwell-Grafikarchitektur bringt auch keine Kniffe mit, welche die Leistung pro Shader-Kern spürbar erhöhen. So ist die GeForce RTX 5080 je nach Auflösung gerade einmal 5 bis 15 Prozent schneller als die RTX 4080 Super aus der Vorgängergeneration. Nur beim Topmodell RTX 5090 gönnt Nvidia gut betuchten Spielern ein größeres Plus Richtung 25–30 Prozent – mit Preisen weit jenseits der 2000 Euro ist es für die meisten aber schlicht nicht bezahlbar: Das neue Nvidia ist wie das alte Intel.
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Wenn sich im Januar und Februar Millionen Menschen an Ufern heiliger Flüsse Nordindiens versammeln, badet ein Meer von Menschen in einem nur alle 144 Jahre wiederkehrenden Universum positiver Energie – begleitet von Unterwasserdrohnen, KI-Assistenten, digitaler Überwachung, Location Intelligence, Luftdrohnen, Bots und digitalem lokalem Handel. Weit über 400 Millionen Menschen werden erwartet. Bei einer so großen Menschenmenge alles reibungslos ablaufen zu lassen, ist eine Herausforderung, insbesondere, wenn eine ernsthafte Massenpanik nur ein Flussufer entfernt ist. Dieses Jahr sollte Technik die Sicherheit aller Teilnehmer und Dienstleister gewährleisten. Dennoch starben 30 Pilger bei einer Massenpanik, viele weitere wurden verletzt, schreibt Missing Link: Beim Kumbh Mela strapazieren 400 Millionen Religiöse die Technik.
Auch noch wichtig:
- Apples Produktpipeline stimmt CEO Tim Cook optimistisch. In einer Telefonkonferenz sprach er über das Innovationspotenzial bei künftigen iPhone-Generationen: Cook sieht Potenzial für neue iPhones.
- Teamgroup hat die wohl erste V90-Karte mit 2 TByte, und Arri eine etwas günstigere Kino-Kamera, die man per Software updaten kann. Auf Zeit. Das sind die Fotonews der Woche 5/2025: Schnelle 2-TByte-SD und Arris Budget-Kamera.
- In dieser Folge des c’t uplink geht es um die Frage, was sich bei Mailclients für Desktop und Mobil eigentlich (noch) so tut: Moderne Mailclients unerwartet interessant - c’t uplink.
- Staatlich geförderte Hackergruppen missbrauchen Googles KI-gestützten Assistenten Gemini, um potenzielle Angriffsziele zu erforschen: Hacker-Gruppen nutzen Googles KI Gemini für Aufklärung und Angriffsvorbereitung.
- Mit dem Linux-Werkzeug Distrobox starten Sie komplette Distributionen in Containern. Dazu reichen ein paar Befehle, aber im Alltag können Fragen auftauchen. Dazu unsere FAQ: Fragen und Antworten zum Containerwerkzeug Distrobox.
- Netflix zeigt im Februar den Animationsfilm "The Witcher: Sirens of the Deep". Bei Amazon läuft "Broken Rage" und bei Disney+ startet "A Thousand Blows": Neue Filme und Serien bei Netflix, Disney+ und Amazon Prime im Februar 2025.
- Grub 2 ist der Bootloader der meisten Linux-Distros, Systemd-boot eine flotte Alternative. Per EFI können bootfähig gemachte Kernel-Images direkt starten. Das wurde diskutiert zur FOSDEM 25: Booten ohne Bootloader.
- Porsche steckt in der Krise: Gleich zwei Vorstände sollen gehen. Mit ihnen werden Gespräche über eine Vertragsauflösung geführt: Sportwagenbauer Porsche will zwei Vorstände rauswerfen.
- Die taiwanesische Regierung stuft DeepSeek aus China als Sicherheitsrisiko ein – ähnlich wie das Pentagon. Italien blockiert den KI-Bot wegen Datenschutzsorgen: Behörden Taiwans sollen DeepSeek aus Sicherheitsgründen nicht verwenden.
- Es ist wieder soweit, es ist der "Ändere dein Passwort-Tag". Zeit, sich an gute Gepflogenheiten zu erinnern. Doch es heißt auch, dass der "Ändere dein Passwort-Tag" ein kontraproduktiver Tipp ist.
- OpenAI hat eine Kompaktvariante seiner ChatGPT o3-KI veröffentlicht. Sie ist auf bestimmte Aufgaben zugeschnitten: ChatGPT o3-mini ist die neue, kostengünstigere Variante des KI-Modells.
(fds)