Nissan Pathfinder 2.5 dCi LE: Gelände-Gänger im Fahrbericht

Der Nissan Pathfinder ist ein massiges Auto und schon seit 2004 auf dem deutschen Markt. Seit dem Facelift 2007 sind nur noch zwei Diesel im Angebot. Wir waren mit dem Kleineren unterwegs

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Von
  • Gregor Hebermehl
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München, 23. August 2010 – Neben ihm wirken selbst Autos vom Schlage eines Audi Q7 oder BMW X5 irgendwie zierlich. Der Nissan Pathfinder ist ein massiges Auto und schon seit 2004 auf dem deutschen Markt. 2007 gab es ein kleines Facelift, mit dem unter anderem ein Partikelfilter Einzug hielt. Seit diesem Zeitpunkt werden auch nur noch zwei Dieselmotoren angeboten. Den kleineren mit 2,5 Litern Hubraum und 190 PS haben wir unter die Lupe genommen.

Der von außen groß und kantig daherkommende Wagen überrascht mit einem recht wohnlichen Innenraum. Platz ist reichlich vorhanden, selbst in der dritten Reihe hat man als Erwachsener ausreichend Raum. Dort hinzugelangen erfordert aber, wie bei den meisten dritten Sitzreihen, einiges an Gelenkigkeit. Das Lenkrad lässt sich nur senkrecht verstellen, zum Körper heranziehen oder von ihm wegdrücken lässt es sich nicht. Für den Blick nach hinten empfiehlt sich unbedingt die nur im LE-Executive-Paket lieferbare Rückfahr-Kamera (2980 Euro für die Ausstattung LE): Das Heck befindet sich irgendwo am Horizont und fällt zudem steil ab. Aber die Kamera macht einen hervorragenden Job, selbst bei schwierigen Lichtverhältnissen einer verregneten Nacht. Ein Rückfahrlicht hat Nissan dem Pathfinder nur rechts spendiert – auf beiden Seiten wäre es für die Bildausleuchtung der Kamera schöner.

Nissan Pathfinder 2.5 dCi LE: Gelände-Gänger im Fahrbericht (33 Bilder)

Zeigt Kante: Der Nissan Pathfinder 2.5 dCi LE

Um das Navigationssystem zu bedienen, muss man sich weit nach vorne beugen. Dafür zeigt es präzise den Weg und führte gekonnt um einen Freitag-Abend-Stau auf der Autobahn A9 Richtung Berlin herum. Und es warnt nicht vor einem "Stau", sondern kündigt nett eine „Warteschlange“ an. Auch das Bluetooth-Freisprechsystem des Pathfinder ist eines der unkompliziertesten, das wir je in einem Testwagen hatten. Die Heckscheibe lässt sich separat öffnen. Ein bisschen umständlich ist die wegen der dritten Sitzreihe zweigeteilte Gepäckraumabdeckung. Diese muss an mehreren seitlichen Vertiefungen eingeklippst werden. Sind alle Sitze umgelegt, können bis zu 2091 Liter Stauraum-Volumen genutzt werden.