Suzuki Swift: gelifteter Kleinwagen im Fahrbericht
Suzuki hat seinen Bestseller behutsam modernisiert: Optisch ähnelt der neue Swift stark dem Vorgänger. Wir waren mit dem derzeit einzig lieferbaren Benziner, der 94 PS bietet, unterwegs
- rhi
München, 6. September 2010 – Der aktuelle Suzuki Swift löste 2005 ein Modell ab, das mit nur geringen Änderungen seit 1990 angeboten wurde. Zwar gab es 1996 eine leicht veränderte Form, doch mit einem komplett neuen Swift ließen sich die Japaner viel Zeit. Der Neue trat nicht nur mit einem frischen Design an, sondern brachte auch moderne Technik mit. Nun hat Suzuki sein Erfolgsmodell leicht überarbeitet. Derzeit ist nur ein Benziner lieferbar, den wir mit Automatik und auch als Handschalter gefahren haben.
Etwas länger
Auf den ersten Blick ist das neue Modell kaum vom Vorgänger zu unterscheiden. Erst bei näherem Hinsehen entdeckt man die größeren, weit in den Karosseriekörper gezogenen Leuchten vorn und hinten. Besitzer des alten Modells werden sich freuen, dass ihr Auto nicht mit einem Schlag veraltet wirkt. Der neue Swift hat in fast allen Bereichen leicht zugelegt: Die Länge wächst um neun Zentimeter auf 3,98 Meter, der Radstand um 5 Zentimeter auf 2,43 Meter. Erstaunlich ist der Effekt bei der Breite: Obwohl sie nur um 5 Millimeter wächst, wirkt der Swift speziell in der Heckansicht stämmiger als bislang.
Suzuki Swift: gelifteter Kleinwagen im Fahrbericht (25 Bilder)

Leicht ĂĽberarbeitet schickt Suzuki den Swift an den Start.
Platzangebot typisch Kleinwagen
Leider kommt der Längenzuwachs nicht wirklich im Innenraum an: Der Kofferraum ist mit 211 Liter eher knapp bemessen, zudem muss das Gepäck über eine hohe Kante gewuchtet werden. Die Wannenform verhindert allerdings, dass Einkäufe wild umherfliegen. Maximal ist ein Stauvolumen von 902 Liter möglich, doch die geteilt umlegbaren Rücklehnen führen zu einer unpraktischen Stufe. Das Platzangebot auf der Rücksitzbank ist typisch für einen Kleinwagen: Schieben die vorderen Passagiere ihre Sitze weit nach hinten, bleibt dort nur Platz für Kinder. Viel Raum lässt sich bei einer Gesamtlänge 3,98 Meter eben kaum realisieren. Abzüge gibt es für die wuchtige C-Säule, die die Sicht nach hinten einschränkt. Das ist gerade im Stadtverkehr manchmal unangenehm.