Alfa Romeo Giulia und Stelvio Quadrifoglio: V6 kehrt in zwei Modelle zurück

Alfa Romeo bietet den 2,9-Liter-V6 mit fast 300 kW wieder in Giulia und Stelvio an. Die Zielgruppe dürfte allerdings ziemlich überschaubar sein.

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Alfa Romeo Giulia und Stelvio Quadrifoglio

(Bild: Alfa Romeo)

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Still und leise hatte Alfa Romeo die Quadrifoglio-Ausführungen von Giulia und Stelvio aus dem Sortiment genommen. Es sollte ein Abschied für immer sein, doch es kommt anders. Die Limousine Giulia und das SUV Stelvio werden wieder mit dem 2,9-Liter-V6 angeboten. Sie starten zu einem Zeitpunkt, der ungünstiger kaum sein könnte.

Mitten in die aktuelle Debatte um gestiegene Benzinpreise platziert Stellantis die Rückkehr des 2,9-Liter-V6, der 285 kW leistet und 600 Nm Drehmoment bietet. Schon die Werte im WLTP deuten an, dass Interessenten der Verbrauch ziemlich egal sein muss. Für die Limousine nennt Alfa Romeo im Zyklus 10,1 bis 10,5 Liter, für das SUV 11,8. Es dürfte wie so häufig der unterste Wert dessen sein, mit was in der Praxis gerechnet werden muss.

Blick in die Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio: Die Limousine ist seit 2016 auf dem Markt und wirkt innen wie außen noch immer sehr elegant.

(Bild: Alfa Romeo)

Das Werk verspricht 3,9 (Giulia) bis 3,8 Sekunden im Standardsprint. Das SUV beschleunigt trotz höherem Leergewicht einen Hauch schneller als die Limousine, und die Ursache dürfte darin zu suchen sein, dass der Stelvio Allrad-, die Giulia Hinterradantrieb hat. Sie erreicht bis zu 307 km/h, im SUV ist bei 285 km/h Schluss. Eine Achtstufen-Wandlerautomatik von ZF und ein mechanisches Sperrdifferenzial haben beide.

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Alfa Romeo schreibt, nirgendwo hätten der Giulia Quadrifoglio so viele Käufer gefunden wie in Deutschland. Mit einem massenhaften Absatz ist jedoch nicht zu rechnen, denn mit seinen Preisvorstellungen richtet sich die Firma an eine Zielgruppe, denen nicht nur der Verbrauch egal sein muss. Für die Giulia Quadrifoglio stellt Alfa schon 100.700 Euro in Rechnung, für den Stelvio Quadrifoglio 108.800 Euro.

Eiserne Fans der Marke mag es noch immer betrüben, doch auch bei Alfa Romeo ziehen die Käufer das Format SUV der Limousine vor.

(Bild: Alfa Romeo)

Die Preisliste offeriert nur wenige Extras, die es allerdings finanziell ebenfalls in sich haben. Eine Kohlefaser-Keramik-Bremsanlage kostet 9000 Euro zusätzlich, die Abgasanlage von Akrapovic 6000 und die Schalensitze mit einer Verkleidung aus Kohlefaser 7000. Ebenfalls optional aus Kohlefaser ist das Dach der Limousine, was dann mit weiteren 4000 Euro auf der Rechnung landet. In dieses Gesamtbild passen dann auch die 3000 Euro Aufpreis für die Farbe Rosso Etna.

(mfz)