BMW 123 xDrive im Test: Sportlichkeit mit Kompromissen
Der BMW 1er hat sich verändert. Im Test zeigt der 123 xDrive, wo er glänzt und wo er hinter den Erwartungen zurückbleibt.
(Bild: Martin Franz / heise Medien)
So ein 1er war über viele Jahre in einer Hinsicht eine ziemlich sichere Bank. Der kleinste BMW ordnete vieles dem Fahrspaß unter, und es brauchte dafür nicht einmal die stärksten Motoren. BMW hat das mit der Umstellung auf primären Frontantrieb ein Stück weit beerdigt. Die aktuelle Generation verspricht alte Ideale und setzt doch andere Schwerpunkte. Liegt darin eine der Ursachen dafür, dass die Verkaufszahlen längst nicht mehr an einstige Erfolge heranreichen? Für einen Test holten wir uns den 123 xDrive in die Redaktion und müssen festhalten: Der 1er hatte es schon mal leichter, sich von der Konkurrenz abzusetzen.
- seit 2024 auf dem Markt
- vierte Generation
- Abmessungen: 4,36 m lang, 1,8 m breit, 1,46 m hoch, Radstand: 2,67 m
- Antriebe: vier Benziner, zwei Diesel
- Preis ab 34.250 Euro (116)
- Stärken: starkes Infotainment, fehlerarme Assistenz
- Schwächen: zäher Antrieb, hartes Fahrwerk, hoher Preis
Innerlich gewachsen
Nie war der 1er ein Modell für Menschen, die ein herausragendes Verhältnis zwischen äußeren und inneren Abmessungen suchten. Das ist bis heute der Fall, wenngleich die aktuelle Ausgabe nicht mehr ganz so kuschelig eng auf der Rückbank ist wie einige Vorgänger. Dafür ist der 1er über die Jahre allerdings auch kräftig gewachsen. Das Urmodell war 4,23 m lang, der aktuelle misst 4,36 m. Interessanterweise entfällt von diesem Zuwachs nur ein Zentimeter auf den Radstand. Trotzdem ist im aktuellen 1er mehr Platz, was auch damit zusammenhängt, dass der Alte einen längs hinter der Vorderachse eingebauten Motor hat, der Neue dem üblichen Schema dieser Klasse folgt. Er hat einen vorn quer eingebauten Vierzylinder. Das ist auch der Grund, warum sich BMW schon vor Jahren vom Reihensechszylinder im 1er verabschiedet hat. Er ist für einen Quereinbau schlicht zu groß.
Eine Besonderheit gibt es beim Kofferraum: Die Modelle mit Mildhybrid-Zusatz, zu denen auch der Testwagen gehört, haben mit 300 immerhin 80 Liter weniger zu bieten als die 1er, die ohne E-Motor-Unterstützung auskommen müssen. Der Kofferraum hat damit das Format eines Kleinwagens. Der 1er bleibt sich damit gewissermaßen treu: Wer viel Platz sucht, ist hier grundlegend falsch.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels "BMW 123 xDrive im Test: Sportlichkeit mit Kompromissen". Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.