Ford trennt sich von weiteren Mazda-Anteilen
- Sven-Olaf Suhl
Der US-Autokonzern Ford trennt sich von mehr als zwei Dritteln seiner Anteile am japanischen Partner Mazda. Wie Mazda Motors bekanntgab, reduziert Ford seine Beteiligung von derzeit 11 Prozent auf 3,5 Prozent. Damit bleibe Ford jedoch einer der größten Anteilseigner bei Mazda. Beide Unternehmen setzten auch nach dem Verkauf der Anteile ihre strategische Partnerschaft fort.
Japanischen Medienberichten zufolge wollen rund zehn Unternehmen, darunter Mazdas wichtigste Bank Sumimoto Mitsui Banking, die Anteile von Ford übernehmen. Das Geldinstitut ist derzeit zu 2,9 Prozent an Mazda beteiligt und plant laut der Finanzzeitung Nikkei den Anteil auf fast 4 Prozent aufzustocken. Die beiden Handelshäuser Sumitomo Corp und Itochu Corp hätten laut Medienberichten entschieden, einen Anteil von jeweils etwas mehr als einem Prozent an dem heimischen Autobauer von Ford zu kaufen.
Damit würde Ford erstmals seit 31 Jahren seine Position als größter Anteilseigner bei Mazda verlieren. Ford war 1979 mit 25 Prozent zum größten Aktionär des japanischen Autobauers geworden. 1996 hatten die Amerikaner ihren Anteil auf 33,4 Prozent aufgestockt und die Kontrolle über das Management bei Mazda übernommen. Im Zuge seiner Umstrukturierung reduzierte Ford seine Beteiligung im November 2008. (dpa) (ssu)