Mercedes übernimmt das Steuer bei Smart USA

Daimler will sich zukünftig selbst um den Vertrieb der Marke Smart in den USA kümmern. Zum Ende des 2. Quartals 2011, so der Plan, soll der Vertrieb an Mercedes übergehen

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  • Gernot Goppelt
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Stuttgart/Montvale, New Jersey (USA) – Daimler will sich zukünftig selbst um den Vertrieb der Marke Smart in den USA kümmern. Zum Ende des 2. Quartals 2011, so der Plan, soll der Vertrieb an Mercedes übergehen. Bisher vertreibt die landesweit vertretene Autohandelskette Penske den Zweisitzer in den Vereinigten Staaten. Doch die Verkaufszahlen sind nach anfänglichen Erfolgen drastisch eingebrochen.

Der Daimler-Konzern war im Jahr 2006 froh, in Penske einen etablierten Partner für den Verkauf des damals noch weitgehend unbekannten Smart in den USA gefunden zu haben. Anfang 2008 startete der Verkauf und die ersten Zweisitzer rollten über die von Pick-Up-Trucks, Geländewagen und Straßenkreuzern bevölkerten Highways. Im ersten Jahr verkaufte Penske immerhin rund 24.600 Smart, schon 2009 waren es aber nur noch 14.600 und 2010 brachen die Verkäufe auf 5900 ein.

Mercedes übernimmt das Steuer bei Smart USA (5 Bilder)

Zuletzt schwächelte der Smart in den USA - nun wird die Marke in die Vertriebsstrukturen von Mercedes Benz integriert.

Smart soll in die bestehende Mercedes-Benz-Händlerorganisation der USA integriert werden. Der amerikanische Mercedes-Chef Ernst Lieb versucht seit längerem, den Händlern in den USA einen einheitlichen Auftritt zu verpassen. Dazu wurde 2008 das so genannte "Autohaus"-Programm gestartet. Händlern, die in die Modernisierung und ein einheitliches Erscheinungsbild investieren, erhielten bis Ende 2010 einen Bonus von 400 US-Dollar für jedes verkaufte Auto. Wie die Automotive News im Januar berichtete, hat Mercedes-Benz USA dieses Programm nun auf eine prozentuale Beteiligung umgestellt. Die rund 300 (von 353) Händler, die bei dem Autohaus-Programm mitmachen, bekommen zukünftig einen Bonus von 0,5 Prozent des Verkaufspreises. Die Marge steigt für sie demnach auf 13,5 Prozent.