Garia Monaco: elektrisches Golf Car mit Straßenzulassung
Der Garia Monaco ist ein elektrisches Golf Car mit Straßenzulassung, das auf dem Genfer Salon 2011 vorgestellt wird. Gebaut wird der 40 km/h schnelle Zweisitzer bei Valmet in Finnland
- ssu
Genf (Schweiz), 24. Februar 2011 – Elektroautos liegen voll im Trend – nur auf der Straße sind sie bislang selten zu sehen. Die Gründe sind bekannt: Die kleine Auswahl an Modellen, die gegenüber Autos mit Verbrennungsmotor horrenden Preise und die Unsicherheit, wieviel ein gebrauchtes E-Mobil in ein paar Jahren noch wert ist, lassen Privatkunden zurückschrecken – zumal staatliche Kaufanreize in Deutschland bislang nicht in Sicht sind. Elektroautos bleiben vorerst ein Spielzeug für Betuchte oder fristen in Nischendasein als Flottenfahrzeug, mit dem bekannte Konzerne etwas fürs Öko-Image tun.
Danish Engineering
Umso geschickter erscheint vor diesem Hintergrund eine Idee aus Skandinavien, dem Elektroauto gewissermaßen durch die Hintertür eine solvente Privatkundschaft zu erschließen: Man nehme ein Vehikel, wie es auf Golfplätzen daheim ist, statte es mit einem anständigen Fahrwerk, Anschnallgurten, Spiegeln und Blinkern aus und schicke es vom Grün ganz legal auf die Straße. Der dänische Hersteller Garia hat mit seinem "LSV" bereits ein Golf Car im Programm, das in den USA als "Low Speed Vehicle" (LSV) auf öffentlichen Straßen bewegt werden darf. Mit dem Modell Monaco kündigt Garia nun für den Genfer Automobilsalon (3. bis 13. März 2011) die Premiere einer Variante mit EU-Zulassung an.
Garia Monaco: elektrisches Golf Car mit Straßenzulassung (5 Bilder)

Garia LSV: Das elektrische "Low Speed Vehicle" ist in den USA für den Straßenverkehr zugelassen.
Kürzer als ein Smart
Mit 2,33 Metern fällt der Zweisitzer deutlich kürzer aus als ein Smart (2,70 Meter), und mit einer Breite von 1,32 Metern ist er schmaler als manches Motorrad mit Seitenwagen. Dafür überragt der Garia mit einer Höhe von 1,85 Metern manch einen seiner Fahrer, ein Radstand von einem Meter und achtzig verspricht einige Beinfreiheit im "Innenraum", welcher dank des Fehlens von Türen recht luftig ausfällt, was das schmale Fahrzeug zugleich unempfindlicher gegen Seitenwind machen dürfte. Garia attestiert dem Wagen Fahreigenschaften wie bei einem "richtigen" Auto, nennt es deshalb auch ausdrücklich "Golf Car" und distanziert sich zugleich vom gängigen Begriff "Golf Cart" – was wörtlich übersetzt Golf-Karre heißt.