Suzuki Swift 1.3 DdiS: Unterwegs mit dem 75-PS-Diesel
Das Design des Suzuki Swift weiß zu gefallen, die Performance der Benziner-Version eher nicht. Alternativ steht mit dem 1.3 DdiS ein 75 PS starker Selbstzünder zur Verfügung
- rhi
- Matthias Nauman
Rottach-Egern, 15. Juli 2011 – Beim Design gibt sich der Suzuki Swift keine Blöße. Allerdings lässt der Kleinwagen als Benziner trotz nominell 94 PS einiges an Spritzigkeit vermissen, gerade beim Beschleunigen auf der Autobahn verhält sich der Motor sehr zäh. Doch haben die Japaner auch einen Common-Rail-Diesel im Angebot. Diese Variante stand unserer Redaktion als Testwagen zur Verfügung.
Kein Raumwunder
Werfen wir zunächst einen Blick in den Innenraum des Kleinwagens, der nebenbei bemerkt in Ungarn gebaut wird. Das Armaturenbrett ist nett anzuschauen, allerdings stört das tief liegende Handschuhfach, welches den Fußraum des Beifahrers schmälert. Zudem ist die Verarbeitung des schlicht wirken Kunststoffs teilweise unsauber. Das hintere Platzangebot kann allenfalls als mäßig bezeichnet werden. Sobald vorne Personen mit einer Länge von über 1,85 Meter sitzen, wird es im Fond sehr knapp. Eher bescheiden ist auch das Kofferraumvolumen. Im Normalzustand passen 211 Liter ins Heck, zudem muss das Gepäck über eine hohe Kante gewuchtet werden. Nach dem Umlegen der Lehnen sind zwar bis zu 902 Liter möglich, doch es stört eine Stufe im Laderaum.
Suzuki Swift 1.3 DdiS: Unterwegs mit dem 75-PS-Diesel (23 Bilder)

Flott gestaltet: der Suzuki Swift
Spritzig mit Schwächen
Kommen wir nun zum wichtigsten Punkt: Der Dieselmotor stellt eine Leistung von 75 PS bereit. Das klingt wenig, relativiert sich aber beim Blick auf Leergewicht und maximales Drehmoment: Ab .750 Touren stehen 190 Nm bereit, die auf 1140 Kilogramm treffen. Abgesehen von einer leichten Anfahrschwäche zieht der Selbstzünder-Swift kraftvoll voran, ohne dabei sein Arbeitsprinzip zu verheimlichen. Besonders oberhalb von 100 km/h wird es im Suzuki laut, weil ein sechster Gang fehlt. Bei der Schaltung sorgt zudem der störrische Rückwärtsgang für Verdruss. Mit etwas Anlauf schafft der dieselnde Kleinwagen eine Spitze von 165 km/h, womit er exakt auf dem Niveau des Benziners liegt. In der Praxis kamen wir auf Verbrauchswerte um 5,5 Liter auf 100 Kilometer. Das erscheint akzeptabel, liegt aber klar über den vom Hersteller angegebenen 4,2 Litern.