Buggy Up: VW-Studie erinnert an Flower-Power-Fahrvergnügen

In den 1960ern avancierte der VW Buggy zu dem Fortbewegungsmittel der Surfer und Blumenkinder. Wenig später erreichte die Buggy-Welle auch Deutschland. Angesichts der Premiere der Studie Buggy Up blicken wir zurück auf seine Ahnen mit Käfer-Chassis

vorlesen Druckansicht 4 Kommentare lesen
Lesezeit: 4 Min.
Von
  • ssu
Inhaltsverzeichnis

Wolfsburg, 04. Oktober 2011 – Bei der Premierenfeier des neuen VW Up auf der IAA im September war er dabei und wirkte wie ein alter Bekannter: Die Rede ist vom Buggy Up, einer Studie auf Basis des neuen Kleinstwagen, die optisch einen Bogen in die Flower-Power-Ära schlägt.

Ein Blick zurück: Ab Mitte der 1960er-Jahre entdecken die US-Bürger das Auto zunehmend als Spaßmobil. Der VW Käfer wird zu einer beliebten Basis für Strandautos, denn sein Plattformrahmen eignet sich hervorragend, um darauf alternative Karosseriekonzepte zu verwirklichen.

Buggy Up: VW-Studie erinnert an Flower-Power-Fahrvergnügen (10 Bilder)

VW wagt mit dem Buggy Up eine Neuinterpretation der legendären Strandflitzer der 1960er-Jahre.

Das damalige Erfolgsrezept: Man nehme einen gebrauchten VW Käfer, beraube ihn seines Aufbaus und ersetze diesen durch einen möglichst leichten, offenen Body, der in Bootsbauer-Manier aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) laminiert wird. Viele Buggys entstehen auf einem verkürzten Käfer-Chassis, indem man aus der Bodengruppe rund 30 bis 40 Zentimeter herausschneidet und die abgetrennten Teile wieder zusammenschweißt. Für optimale Traktion auf losem Untergrund werden für die angetriebene Hinterachse gewaltig breite Felgen montiert und mit ebenso überdimensionalen Reifen bestückt. Verdeck? Egal – die meisten Buggys haben bestenfalls einen notdürftigen Stoffüberzug zum Anknöpfen.

Die Idee der ″Freizeit-Buggys" basiert auf den ″Dune-Buggys" und den ″Baja-Bugs", die in den USA tatsächlich für motorsportliche Sandstrand-Wettbewerbe eingesetzt werden. Doch eine Leistungsexplosion bleibt aus: Die ″Blumenkinder" der Flower-Power-Bewegung wollen im Buggy vor allem Spaß haben und nicht rasen. Die Motorleistung eines Serienkäfers (34 PS, später bis zu 44 PS) genügt den meisten völlig, hochgezüchtete Motoren bleiben im Buggy die Ausnahme.