Telekom und ver.di erzielen keine Einigung ĂĽber Stellenabbau

Die Gespräche zwischen Telekom und Dienstleistungsgewerkschaft über den Abbau von 32.000 Arbeitsplätzen wurden am Mittwochabend ohne Ergebnis unterbrochen.

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  • JĂĽrgen Kuri

Die Deutsche Telekom und die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di haben in der jüngsten Verhandlungsrunde keine Einigung über den geplanten Stellenabbau erzielt. Die Gespräche seien am Mittwochabend unterbrochen worden, sagte ein Konzernsprecher gegenüber dpa. Ein neuer Verhandlungstermin stehe noch nicht fest.

Die Telekom will in den kommenden drei Jahren 32.000 Stellen abbauen, was von ver.di scharf kritisiert wurde. Die Gewerkschaft fordert angesichts des Milliardengewinns einen Verzicht auf den Stellenabbau und velangt stattdessen eine "umfassende Innovations-, Qualitäts- und Serviceoffensive". Nur so, und nicht durch Gefährdung etwa der Service-Qualität auf Grund von Personalabbau, könne der Konzern für die Zukunft gerüstet werden.

Das Bonner Unternehmen begründet die geplanten Einschnitte unter anderem mit dem technologischen Wandel, der viele Arbeitsplätze überflüssig mache. Die Telekom hatte im dritten Quartal ihres Geschäftsjahrs rund 2,4 Milliarden Euro Gewinn ausgewiesen, worin Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke aber, anders als Gewerkschaft und Beschäftigte, keinen Widerspruch zu massenhaftem Arbeitsplatzabbau sieht. Man müsse jetzt handeln, um den Konzern zukunftssicher zu machen, erklärte Ricke bei der Vorlage der Quartalszahlen. Dazu gehört anscheinend auch, dass der Telekom-Chef mittlerweile wieder Spielraum sieht, um durch Zukäufe zu wachsen.

Siehe dazu auch: (jk)