Audi A3: Neuauflage im Qualitäts-Check
Die letzten Vorbereitungen für den endgültigen Anlauf der Serienfertigung des neuen Audi A3 laufen. Wir konnten einen Blick hinter die Kulissen der Abteilung für Qualitätssicherung werfen
- Gregor Hebermehl
Ingolstadt, 27. April 2012 – Die letzten Vorbereitungen für den endgültigen Anlauf der Serienfertigung des neuen Audi A3 laufen. Wir konnten einen Blick hinter die Kulissen der Abteilung für Qualitätssicherung werfen.
Meisterbock
Vorbei an einem lebensgroßen Plüsch-Bock geht es in die Halle, in welcher der Außenmeisterbock zu Hause ist. Das ist ein Prüfwerkzeug, mit dem die Passgenauigkeit von Bauteilen zueinander überprüft wird. Der Außenmeisterbock ist nichts anderes als eine massive Metallträger-Platte. Mit Hilfe von Aluprofilen werden darauf die Blech- und Außen-Trimmteile befestigt. Bei Trimmteilen handelt es sich um Dinge wie beispielsweise Stoßfänger, Scheinwerfer und Spiegel. Mit hand- und CNC-gesteuerten Messmaschinen wird jedes Detail geprüft.
Audi A3: Neuauflage im Qualitäts-Check (27 Bilder)

der neue Audi A3
Dabei sind die Fugen genauso wichtig wie die Überstände beispielsweise einer Heckleuchte über die Heckschürze. Dank immer besserer Fertigungsmethoden und der ausgeklügelten Prüfmethoden auf dem Außenmeisterbock konnten die Fugen in den letzten Jahren immer enger und gleichmäßiger gezogen werden. Nicht umsonst trägt Volkswagen-Aufsichtsrats-Chef Ferdinand Piëch hinter vorgehaltener Hand den Spitznamen "Fugen-Ferdl". An einigen Stellen des neuen A3, wie beispielsweise beim Übergang des vorderen Stoßfängers zum Kotflügel, gibt es inzwischen eine aufwendige Null-Fuge. Dort liegen die Materialien optisch direkt aufeinander. Auf der Innenseite der Karosserie überlappen sich hier die Bauelemente.
Funktionscuben
Bevor die Einzelteile auf den Außenmeisterbock dürfen, werden sie bereits in kleinen Baugruppen auf so genannten Funktionscuben vorbereitet. Diese Cuben werden neun Monate vor SOP (Start of Production) erstellt. Das Problem dabei: Diverse Bauteile, wie beispielsweise Heckleuchten, sind zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht vom Zulieferer verfügbar. Also werden sie nach einer technischen Zeichnung als Dummy aus einem Aluminiumblock gefräst.