Audi A3: Neuauflage im Qualitäts-Check
Ohne Spannung
Optisch nicht ganz so präsent wie der Außenmeisterbock, aber nicht minder wichtig, ist der Fügemeisterbock. Hier geht es um Entspannung: Die Unterbaukomponenten des Fahrzeugs müssen spannungsfrei miteinander verbunden werden. Verziehen sich Teile des Unterbaus, wie beispielsweise Vorder- und Hinterboden, setzen sich diese Fehler bis in die Karosserie fort.
Fugen-Tricks
Inzwischen reicht die gleichmäßige Fuge Audi nicht mehr. Es geht um ein gleichmäßiges Erscheinungsbild unter Ausnutzung optischer Tricks. So ist beim neuen A3 der Frontstoßfänger beim Übergang zum Kotflügel etwas nach innen versetzt, damit dieser Übergang beim Blick von oben harmonischer wirkt. Ähnlich wird beim Tankdeckel getrickst: Dort ist die obere Fuge etwas enger als die untere. Dadurch wirken beide Fugen für den Betrachter, der ja eher von oben draufschaut, gleich groß.
Klappern verhindern
Klappergeräusche im Auto nerven nicht nur Kunden, sondern auch Werkstätten, denn sie sind mit unter nur schwer zu lokalisieren und noch schwerer zu beseitigen. Um solch Unbill von vornherein auszuschließen, wird das Fahrzeuginterieur vor dem Produktionsstart auf den Innenmeisterbock gespannt. Die Arbeit am Innenmeisterbock beginnt gut einen Monat vor dem Aufbau des Außenmeisterbocks. Somit stehen noch kein Karosserieteile zur Verfügung. Also müssen sich die Jungs vom Interieur Karosserieteile, wie beispielsweise Türen, nach den jeweiligen Zeichnungen aus dem Vollen fräsen lassen. Der dadurch gewonnene, zeitliche Vorsprung kostet wegen der extravaganten Fräs-Karosserie soviel wie ein gutes Einfamilienhaus.