PKW-Studie sieht Hybride auf der Ăśberholspur
Bis 2025 sollen 60 Prozent der Neufahrzeuge in Europa mit alternativen Antrieben fahren – wobei Hybride fast die Hälfte der Zulassungen ausmachen. Das prognostiziert die Unternehmensberatung A.T. Kearney.
Bis 2025 sollen knapp 60 Prozent der Neufahrzeuge in Europa mit elektrifiziertem Antrieb fahren, wie in einer neuen Studie (PDF-Datei) der Unternehmensberatung A.T. Kearney prognostiziert wird. Hybridautos sollen dabei fast die Hälfte aller Neuanmeldungen ausmachen, reine Elektroautos hingegen gerade mal 12 Prozent.
"Hybride werden in allen Segmenten sowohl bei Benzinern als auch beim Diesel an Bedeutung gewinnen", betonte Dr. Götz Klink, Leiter der Automobilsparte von A.T. Kearney. Besonders verbreitet werden der Studie zufolge die Plug-in-Hybride sein, also Hybrid-Autos mit großen Batterien, die sich an der Steckdose aufladen lassen. Die Unternehmensberater sagen hier einen Anteil von 20 Prozent voraus. Insgesamt stehe die automobile Antriebstechnik vor einem großen Wandel. Treiber der Entwicklung seien dabei vor allem staatliche Vorgaben, so etwa die von der EU geplante Begrenzung der Kohlendioxidemissionen für Autos auf 75 Gramm pro Kilometer. Gerade für Oberklassefahrzeuge von Mercedes, BMW oder Audi seien die Vorgaben "nur mit Hybriden zu schaffen", wie Götz bekräftigte.
Reine Elektrofahrzeuge werden laut Kearney nicht den Massenmarkt, sondern eher bestimmte Nischen für sich erobern. Gerade umweltbewusste "Lifestyle-Kunden" oder zum Beispiel gewerbliche Nutzer, die auf ein grünes Image achten, griffen in Zukunft zu diesen Wagen. Brennstoffzellen seien hingegen bis 2025 nur auf wenigen Straßen anzutreffen. Diese Antriebsform in PKWs soll sich erst 2030 größer verbreiten. Falls sich Wasserstoff als Speicher für regenerative Energien durchsetzen sollte, könnte dies jedoch auch schon früher passieren.
Der deutschen Autoindustrie werden in der Studie gute Chancen auf eine internationale Führungsposition bei den elektrifizierten Antrieben attestiert. So werden Firmen und Zulieferer für ihre hohen Investitionen in dem Bereich gelobt, gleichzeitig fordern die Autoren jedoch auch staatliche Förderung, um nicht gegenüber anderen Ländern ins Hintertreffen zu geraten. (axk)