Hybrid-Bauteile werden günstiger

Noch kostet die spritsparende Fahrzeugklasse die Autohersteller zu viel. Doch Toyota, Ford und andere Hersteller arbeiten an kostengünstigeren Komponenten.

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Die sich weltweit verschärfenden Verbrauchsstandards für Benzin- und Dieselautos führen dazu, dass immer mehr Hersteller Hybrid-Fahrzeuge bauen. Der am Markt erfolgreichste Anbieter, Toyota, will bis 2015 insgesamt 21 Modelle auf dem Markt haben, schon jetzt sind es in Deutschland fünf, in anderen Märkten bis zu zwölf.

Der Enthusiasmus begründet sich auch durch die Tatsache, dass die Herstellungskosten inzwischen sinken, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Vor einigen Jahren kostete beispielsweise ein Toyota Prius in den USA rund 6000 Dollar mehr als ein konventionelles Fahrzeug – und selbst zu diesem Preis verdienten die Japaner damit kaum oder sogar kein Geld. Mittlerweile liegt der Aufpreis bei nur noch 2500 Dollar und das Auto sei profitabel, sagt Mike Omotoso, auf den Hybrid-Markt spezialisierter Analyst bei LMC Automotive.

Neben Verbesserungen bei der Basistechnologie, die in den letzten Jahren schrittweise erfolgten, helfen auch die jetzt erreichten Stückzahlen, den Preis zu drücken. Und das war erst der Anfang: Optimierte Batterien, Elektromotoren, Steuertechnik und Getriebe könnten die Zusatzkosten nochmals um 50 Prozent reduzieren, glauben Experten.

Bei Toyota ist man so beispielsweise mittlerweile von einem 500-Volt-System auf 650 Volt umgestiegen, was "zahllose Vorteile" habe, wie Justin Ward, Programmbereichsleiter für Antriebssysteme beim Toyota Technical Center, sagt. Die Firma konnte außerdem Kosten und Gewicht der verwendeten Kupferleitungen senken und setzt billigere Transistoren in der Kontrollelektronik für das Hybridsystem ein. Der Elektromotor ist zudem kleiner geworden. Obwohl andere Autohersteller auf Lithium-Ionen-Akkus umgestiegen sind, bleibt Toyota bislang zudem bei den guten, alten Nickel-Metall-Hydrid-Zellen. Allerdings hat das Unternehmen die Technik verändert. So werden zylindrische statt flache Zellen verarbeitet, was Platz spart.

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(bsc)