Scénic-Applaus

Renault hat nach nur einem Jahr den Scénic und den Grand Scénic überarbeitet und die Modellfamilie um die Crossover-Variante "Xmod" ergänzt. Erstmals zu sehen sind sie auf dem Genfer Auto Salon 2013

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Der Renault Scénic bekommt das aktuelle Renault-Markengesicht.
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  • tsc
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Köln, 5. Februar 2013 – Renault hat nach nur einem Jahr den Scénic und den Grand Scénic überarbeitet und die Modellfamilie um die Crossover-Variante "Xmod" ergänzt. Erstmals zu sehen sind sie auf dem Genfer Auto Salon 2013 (7. bis 17. März).

Gegenüber dem Facelift von vor einem Jahr fallen die Neuerungen dieses mal bescheidener aus. Vom Kühlergrill mit dem neuen Familiengesicht abgesehen, bleiben Optik und Ausstattung weitgehend unverändert. Allerdings soll in Zukunft das Tablet-artige "R-Link"-Infotainmentsystem mit Touchscreen und Internetanbindung erhältlich sein, wie seit kurzem im neuen Clio angeboten wird.

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Der Renault Scénic bekommt das aktuelle Renault-Markengesicht.

Der neu angebotene "Energy TCe 130"-Benziner leistet wie sein Vorgänger 130 PS, soll im NEFZ aber mit 6,2 Liter, im Grand Scénic mit 6,4 l/100 km auskommen. Der alte 130-PS-Motor war noch mit 7,3 l/100 km angegeben. Die Fahrleistungen werden vermutlich ähnlich wie beim bisherigen Modell ausfallen.

Mit einer Crossover-Variante des Scénic, dem "Xmod", will Renault ein kleines Stück vom aktuellen Boom geländetauglich aussehender Fahrzeuge abhaben. In seiner Ausrichtung erinnert es stark an den RX4, den Renault zwischen zwischen 2000 und 2003 anbot. Die neue Version bietet eine erhöhte Bodenfreiheit, eine robuste Beplankung der Karosserie und die neue "Extended Grip"-Traktionskontrolle. Zu erkennen ist er an eigenständigen Stoßfängern, geänderten Seitenschutzleisten, einer verchromten Dachreling und eigenen Felgen.

Etwas erstaunlich ist das Motorenangebot für den deutschen Markt. Die beiden Benziner leisten 110 und 115 PS. Warum Renault am älteren 1.6 16V mit 110 PS festhält, wo doch die modernere Alternative mit dem TCe 115 bereitsteht, erschließt sich uns nicht so recht. Auch bei den Dieselmotoren, die beide 110 PS leisten, könnte man sich durchaus eine größere Bandbreite hinsichtlich der Leistung vorstellen.

Das neue "Extended Grip"-System soll auch auf Schnee, Matsch und Sand sicheres Vorankommen ermöglichen. Über einen Drehregler in der Mittelkonsole kann der Fahrer zwischen den Programmen "Expert", "Normal" und "Gelände" wählen. Je nach gewählter Einstellung greift die Elektronik verschieden stark in das Motordrehmoment und die Bremswirkung ein. Einen Allradantrieb wird es für den Xmod aber nicht geben.

Renault bietet zusätzlich für die Bose-Editionsmodelle ein Xmod-Line-Paket an. Es zeichnet sich durch das geänderte Erscheinungsbild aus, verfügt aber nicht über das "Extended-Grip"-System. Ein unten abgeflachtes Lenkrad, Aluminiumpedale, ein Alu-Schaltknauf und Dekor-Elemente machen beim Interieur den Unterschied zum Serienmodell aus. Zusätzlich gibt es gesteppte Sitzpolster und ein Leder-Alcantara-Paket. Preise für die überarbeiteten Scénic und für das Xmod-Line-Paket konnte Renault auf Anfrage noch nicht mitteilen. (imp)