Vom E zum i

Heute hat er Premiere und wenn Ende 2013 der erste für einen Kunden gefertigte i3 in Leipzig vom Band rollt, ist dies nicht der erste Elektro-BMW. Bereits vor 41 Jahren, bei den Olympischen Spielen 1972 in München, liefen zwei elektrisch angetriebene BMW 1602. Doch das war nicht alles

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München, 29. Juli 2013 – BMW steigt mit dem i3 in den Markt für Elektrofahrzeuge ein und erwartet in den kommenden Jahren einen schnellen Zuwachs bei Elektroautos. "Dies ist kein Kurzzeit-Plan", sagte Vertriebsvorstand Ian Robertson am Montag bei der Vorstellung des ersten Wagens der Elektromarke BMWi in London und: "Wir steigen in diesen Markt ein, um ein bedeutender Akteur zu werden".

Schon jetzt könnten Kunden durch Steuervorteile vor allem in den USA und europäischen Ländern sowie durch geringere Wartungskosten so viel Geld einsparen, dass das Interesse immer stärker werde. Inzwischen haben sich laut BMW über 90.000 Interessenten für eine Probefahrt mit dem i3 angemeldet.

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BMW 1602 Elektro

Zu Testzwecken setzt BMW die Versuchsträger bei den Olympischen Spielen 1972 in München ein. Dort kommen sie unter anderem als Begleitfahrzeuge beim Marathonlauf zum Einsatz.

Wenn Ende 2013 der erste für einen Kunden gefertigte i3 in Leipzig vom Band rollt, ist dies nicht der erste Elektro-BMW. Bereits vor 41 Jahren, bei den Olympischen Spielen 1972 in München, liefen zwei elektrisch angetriebene BMW 1602 Elektro als Transportmittel für das Organisationskomitee und bei Langstreckenwettbewerben als Begleit- und Kamerawagen. 350 Kilogramm Blei-Säure-Starterbatterien ermöglichten eine Reichweite von rund 60 Kilometern. Weit hatten sie es aber nicht - das Werksgelände von BMW grenzt direkt an die Sportstätten.

1975 elektrifizierte BMW einen LS. Ja, in diesem Heckflosserchen erprobten die Ingenieure den E-Antrieb nach dem 1602: Der LS absolvierte Dezember 1976 erste Fahrtests. Anders als im BMW 1602 kommt ein neuer Gleichstrom- Reihenschlussmotor von Bosch zum Einsatz, zehn Varta Blei-Akkus mit Aquamatik (zentrale Wassernachfüllung und Entgasung) sollen ebenfalls neue Erkenntnisse liefern. Damit bekam der ältere LS den moderneren Antrieb. Vielleicht wurde dieser Versuchsträger nie bekannt, weil er nicht in der passenden Hülle steckte.

In den 1980er Jahren laufen acht umgerüstete Fahrzeuge auf Basis des BMW 325iX als Stadtautos, beispielsweise im Zustelldienst der damaligen Bundespost. Das Forschungsprojekt "Elektroauto mit Hochenergiebatterie" bringt neue Erfahrungswerte im Umgang mit Natrium-Schwefel-Akkus. Dazu baut BMW einen speziellen Prüfstand für Elektroantriebe mit integriertem Leistungsrechner. Neben den Batterien werden hier besonders Antrieb und Antriebssteuerung getestet.