Jeder dritte Händler macht die Hälfte seines Umsatzes online

Das Internet gewinnt als Verkaufskanal immer mehr an Bedeutung: Schon ein Drittel der Händler in Deutschland macht mehr als die Hälfte seiner Umsätze online. Auch der mobile Verkauf wächst.

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Von
  • Marzena Sicking

Am Internet als Verkaufskanal kommt man als Händler nicht mehr vorbei: 60,2 Prozent aller Händler erwirtschaften heute schon mehr als ein Viertel ihres Umsatzes über Online-Kanäle. Ein Drittel davon macht sogar mehr als 50 Prozent seines Umsatzes online. Bei den reinen B2B-Unternehmen sind es immerhin schon 18,5 Prozent. Das zeigt die aktuelle Studie "Online-Dialogmarketing im Retail 2016" von Artegic, die sich mit der aktuellen Entwicklung sowie Einschätzung zu künftigen Trendthemen beschäftigt.

Als größter Umsatzbringer erweist sich dabei der eigene Online-Shop: Von denen, die einen solchen Betreiben, machen 71,2 Prozent schon ein Viertel ihres Gesamtumsatzes online. Bei den Unternehmen, die keinen eigenen Online-Shop haben und andere Internetplattformen für den Verkauf nutzen, sind es nur 38,2 Prozent.

Wenn es um das Thema Marketing geht, ist E-Mail-Marketing das meistgenutzte Instrument (70,2 Prozent). Die Zahl der Nutzer wird bis 2016 sogar auf geschätzte 83,1 Prozent steigen. Schon heute erwirtschaftet ein Drittel aller Unternehmen über 25 Prozent seines Online-Umsatzes über E-Mail-Marketing. Als wichtigste Maßnahmen werden Transaktionsmails (81,5 Prozent) genannt, es folgen segmentierte Massen-E-Mails genannt (67,7 Prozent), und Trigger-E-Mails (55 Prozent). Das stärkste Wachstum wird den für den mobilen Einsatz optimierten E-Mails vorausgesagt (50,3 Prozent planen entsprechenden Einsatz).

An zweiter Stelle der beliebtesten Marketing-Instrumente folgt die Suchmaschinenoptimierung mit 56,1 Prozent. Wenig Überraschend: Facebook ist die meistgenutzte Social Media-Plattform (51,7 Prozent), gefolgt von Google+ (29,8 Prozent) und Twitter (24,5 Prozent).

Mobile Marketing ist laut 69,4 Prozent der befragten Händler eines der wichtigsten kommenden Themen im Bereich E-Commerce. 60,1 Prozent glauben, dass Online Shopping über mobile Endgeräte mittelfristig die Regel sein. 52,2 Prozent glauben deshalb auch, dass sich die Umsätze von E-Commerce und M-Commerce mittelfristig angleichen werden.

Tatsächlich macht bereits heute jeder dritte Händler, der mobil aktiv ist, ein Viertel seines Online-Umsatzes mit M-Commerce. Der Verkaufskanal ist im Kommen, deshalb wollen 56 Prozent der Befragten künftig mehr in mobile Shops, Apps und mobile Werbung investieren. Wer auf einen eigenen Mobile-Shop verzichtet, wird in Zukunft Umsätze verlieren, davon sind 58 Prozent der befragten Händler überzeugt.

Danach befragt, welche Produkte im M-Commerce besonders gut laufen, herrscht allerdings Uneinigkeit. Jeder Dritte glaubt, dass es unabhängig von der Produktart vor allem um Spontankäufe gehe, 60 Prozent glauben das nicht. Die Mehrheit geht davon aus, dass sich mobil auch Hochwertiges und nicht nur geringpreisige und virtuelle Produkte verkaufen lassen. Nur 24,3 Prozent der Handelsunternehmen glauben heute noch, dass es sich beim Thema Mobile nur um einen Hype handelt und das dieser Kanal sich zwar für Werbung, aber nicht für Verkauf von Produkten eignet.

Für die Studie Online-Dialogmarketing im Retail 2016 wurden 662 Handelsunternehmen in Deutschland von Juli bis September 2013 per Online-Fragebogen befragt.

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