Arbeiter- und Bauernmode
Wie eigentlich alle Pick-ups soll die Studie Oroch auf Basis des Dacia Duster als Lifestyle-Mobil vermarktet werden. Doch das folgende Serienmodell wird sich streng an die Anforderungen des Marktes halten, und die sind nicht nur in Südamerika, wo die Studie gezeigt wird, gänzlich andere
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São Paulo (Brasilien), 29. Oktober 2014 – Mit Pick-ups ist es eigentlich immer das Gleiche: Sie werden meistens als Lastenesel eingesetzt, von Handwerkern, Landwirten und dergleichen. Aber weil sich Spitzhacken und Torfsäcke auf der Ladefläche schlecht machen, lassen die Marketing-Abteilungen der Hersteller lieber Surfbretter oder Motorräder aufladen - und verkaufen das Ganze dann als Lifestyle-Fahrzeug. Dieser Trend macht auch vor Schwellenländern nicht halt, wie nun eine Designstudie von Renault zeigt.
Duster-Pick-up von Renault
Für die Präsentation hat sich der französische Hersteller die São Paulo Motor Show in Brasilien (30. Oktober bis 9. November 2014) ausgesucht. Sie ist die größte Automesse Südamerikas. 2012 zog sie etwa 748.000 Gäste an und ist damit von der Besucherzahl her ungefähr mit der IAA in Frankfurt vergleichbar, die im Jahr 2011 rund 928.000 Ticket-Käufer zählte. Die neue Pick-up-Studie "Duster Oroch" basiert, wie der Name schon sagt, auf dem Duster, der in Südamerika unter der Marke Renault verkauft wird. Sie besitzt eine viertürige Doppelkabinen-Karosserie mit Platz für fünf Personen. Pick-ups machen in Südamerika fast 75 Prozent des Markts für leichte Nutzfahrzeuge aus, was etwa 920.000 Fahrzeugen pro Jahr entspricht. In diesem Markt ist Renault bisher nicht tätig, will aber künftig mindestens zwei Pick-up-Modelle anbieten. Das jetzt gezeigte Duster-Derivat könnte eines davon sein.
Arbeiter- und Bauernmode (13 Bilder)

Oroch: Renault stellt eine Pick-up-Studie auf Basis des Duster vor.
Das Show-Car ist mattweiß lackiert und hat ein dunkel getöntes Glasdach. Details in orange, etwa auf der Fronthaube und an den Türgriffen, sollen die Sportlichkeit des Autos verdeutlichen. Statt der Welt des Kartoffelanbaus, der Sojabohnen oder des Kaffees hat man sich das Kitesurfen als Inspirationsquelle ausgesucht. Der Duster Oroch steht auf 18-Zoll-Rädern mit Reifen der Größe 255x60 R18. Außerdem hebt der Hersteller die große Bodenfreiheit sowie die breiten Plastik-Schutzleisten an der Karosserie hervor
Weitwinkel-Kameras
Eine Besonderheit ist die Dachreling, die sich nach hinten durch einen Dachspoiler hindurch nach unten bis zur Ladefläche zieht. Durch Einkerbungen lassen sich in diesem Holm mehrere Kitesurfer-Bretter unterbringen. Mit zwei Weitwinkel-Kameras, die seitlich in die B-Säulen integriert sind, können die Insassen die akrobatischen Aktionen der Surfer festhalten. Die Bilder werden innen in Echtzeit auf einem großen Display in der Mittelkonsole wiedergegeben. Dabei lassen sich die Kameras über ein Drehrad neben dem Schalthebel steuern. Innen finden sich orangefarbige Details, die mit dem dunklen Grundton des Cockpits kontrastieren. Passend zur Kitesurfer-Idee sind das Armaturenbrett, die Türinnenverkleidungen und die Sitzbezüge aus einem Material, das an Neopren-Anzüge erinnern soll. (imp)