Spätzünder
Es gibt nicht viele Lücken, die VW ähnlich konzipierten Konzernmodellen überlässt. Eine davon wird im Frühjahr geschlossen, denn dann wird auch der Golf Variant in sportlicher Aufmachung zusammen mit dem Zweiliter-184-PS-Diesel angeboten
Wolfsburg, 29. Januar 2015 – Es gibt nicht viele Lücken, die VW ähnlich konzipierten Konzernmodellen überlässt. Eine davon wird im Frühjahr geschlossen, denn dann wird auch der Golf Variant in sportlicher Aufmachung zusammen mit dem Zweiliter-184-PS-Diesel angeboten. Bisher war der in dieser Klasse nur im Skoda Octavia und im Seat Leon zu haben. Das Umdenken bei VW kommt wohl nicht zufällig gerade jetzt: Ford bietet seit kurzem auch den Focus Turnier ST als Diesel an. Er leistet 185 PS.
Bekannte Zutaten
Die neue Golf-Kombination ist wenig überraschend, was sie nicht weniger reizvoll macht. Der kräftige Diesel bietet mit 184 PS und 380 Nm immerhin 34 PS und 40 Nm mehr als der bisher stärkste Selbstzünder im Variant. Die maximale Leistung liegt zwischen 3500 und 4000/min an, das maximale Drehmoment zwischen 1750 und 3250/min. Damit sind trotz eines Leergewichts von 1475 Kilogramm in Verbindung mit dem Schaltgetriebe Fahrleistungen möglich, die wirklich flink sind: 7,9 Sekunden für den Sprint von 0 auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit soll bei 231 km/h liegen. Im NEFZ werden 4,4 Liter versprochen. Mit dem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe steigt das Leergewicht um 20 Kilogramm. VW nennt für die Kombination 4,8 Liter im NEFZ und eine Höchstgeschwindigkeit von 229 km/h. Die Zeit für den Standardsprint bleibt gleich.
Das sind sehr konkurrenzfähige Werte: Ein Ford Focus ST Turnier Diesel braucht 8,3 Sekunden und erreicht maximal 217 km/h, den Verbrauch im NEFZ beziffert Ford mit 4,2 Litern. Interessant ist auch der Vergleich mit dem 150-PS-TDI im Golf Variant: Er erreicht aus dem Stand Tempo 100 in 8,9 Sekunden und schafft bis zu 218 km/h. Im NEFZ ist er mit 4,2 Litern kaum sparsamer als der GTD Variant.