Nah am Sechszylinder

BMW hat beim X5 xDrive 40e vorwiegend an Kunden in den USA und Fernost gedacht. Dennoch ist aus dem SUV keine Sänfte geworden. Im Gegenteil, die E-Maschine gibt dem Ottomotor das Drehmoment, das man an der Sechszylinder-Diesel-Motorisierung so schätzt

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Hybridantrieb, alternative Antriebe
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Von
  • Wolfgang Gomoll
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München, 23. Juni 2015 – BMW hat beim X5 xDrive 40e vorwiegend an Kunden in den USA und Fernost gedacht. Dennoch ist aus dem SUV keine Sänfte geworden. Im Gegenteil, die E-Maschine gibt dem Ottomotor das Drehmoment, das man an der Sechszylinder-Diesel-Motorisierung so schätzt. Vom gelungenen Hybridantrieb abgesehen scheint der X5 auch an Qualität dazugewonnen zu haben.

Im X5 mit dem kombinierten Antrieb findet man sich so schnell zurecht, wie sonst auch in einem X5. Alles ist typisch BMW – angefangen von den Favoritentasten bis hin zum intuitiv erreichbaren iDrive-Regler. Die Passgenauigkeit der Bauteile ist eher nich besser als bisher und Klavierlack-Applikationen hübschen die Mittelkonsole auf. Sogar der X5-Kofferraum macht einen guten Eindruck: ebener Ladeboden und eine ordentliche Verarbeitung. Nur das Extra-Fach unterhalb des Ladebodens wurde genutzt, um Platz die Neun-kWh-Batterie zu schaffen, die dem BMW X5 einen Zusatz-Punch verleiht oder ihm zum Stromer macht, je nach Gusto des Fahrers und abhängig von der Strecke, die zurückgelegt wird. Mit einem Ladevolumen von 500 Litern (statt 650 Litern) bis 1720 Litern bleibt aber noch genug Platz.

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Der X5 xDrive 40e hat eine Systemleistung von 313 PS.

Der eDrive-Schalter kennt drei Modi: Bei "Max eDrive" treibt allein der 83 kW / 113 PS leistende Elektromotor das 2230 Kilogramm schwere SUV an. Das klappte in der Stadt hervorragend. Mit einer maximalen Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h lässt sich auch auf der Autobahn stromern, nur sind dann die Akkus schneller leer, als einem lieb ist. Die angegebene Maximal-Reichweite von 31 Kilometern ist ohnehin eher ein theoretischer Wert. Bei den ersten Testfahrten reichte die Kraft des Akkus immerhin von einem Ende von München bis zum anderen, also mehr als 20 Kilometer. Wenn die Energiespeicher leer sind, dauert an der haushaltsüblichen Schuko-Steckdose knapp vier Stunden, ehe der der BMW X5 xDrive 40e wieder maximal weit rein elektrisch fahren kann. Wer eine BMW-Wallbox installiert hat, schafft das in zwei Stunden und 45 Minuten.

Auf der Autobahn hilft der "Save Battery-Modus" die Akkus wieder zu laden beziehungsweise den Ladezustand zu halten, um in der Stadt möglichst wenig Sprit zu verbrauchen. Eine kleine Anzeige informiert den Fahrer stets über den Zustand der Batterie. Wer der Technik das Kommando über die Energie überlassen will, drückt auf "Auto eDrive".