Freunde am Steuer

Bis 2020 möchte Toyota eine Form des teilautomatisierten Fahrens anbieten, bei dem die „Wechselbeziehungen zwischen Fahrer und Fahrzeug denen zwischen engen Freunden ähneln, die sich beobachten und bei Bedarf gegenseitig helfen, wenn sie ein gemeinsames Ziel verfolgen“

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autonomes Auto, Toyota, Lexus
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Toyota City (Japan), 6. Oktober 2015 – Bis 2020 möchte Toyota eine Form des teilautomatisierten Fahrens für Autobahnen anbieten, bei dem künstliche Intelligenz (KI) den Fahrer unterstützen soll. Laut Toyota sollen sich in diesem Konzept die „Wechselbeziehungen zwischen Fahrer und Fahrzeug denen zwischen engen Freunden ähneln, die sich beobachten und bei Bedarf gegenseitig helfen, wenn sie ein gemeinsames Ziel verfolgen“. Daher die Bezeichnung „Mobility Teammate Concept“ und der Name des Testfahrzeugs „Highway Teammate“.

Es basiert, wie so viele Versuchsträger in diesem Bereich, wenn sie von einem Autohersteller kommen, auf einem prestigeträchtigen Serienprodukt. Der Lexus GS von Toyotas Luxus-Marke ist mit allem ausgestattet, was automatisiertes Fahren auf der Autobahn zwischen Auf- und Ausfahrt ermöglicht. Dazu gehören das Einfädeln in den laufenden Verkehr, das Halten oder Wechseln von Spuren und die Wahrung des Abstands zu Verkehrsteilnehmern.

Freunde am Steuer (12 Bilder)

Das Konzept soll zunächst nur autonom "von der Auf- bis zur Ausfahrt" einer Autobahn lenken können.
(Bild: Toyota (alle))

In den teilautonomen Modus kann der Fahrer nach Verlassen der Mautstelle (japanische Autobahnen sind gebührenpflichtig) umschalten. Danach kann der Wagen seine Position anhand genauer Navigationsdaten ermitteln. Verschiedene Sensoren, darunter Millimeter-Wellen-Radar, Videokameras und lasergestützte Umgebungserfassung (LIDAR) ermöglichen die Orientierung auf Fahrspuren und zwischen den Verkehrsteilnehmern. Anhand der Daten und der daraus gezogenen Schlüsse betätigt der Versuchsträger dann Lenkung, Gas und Bremse.

FĂĽr Toyota sind drei Arten von Intelligenz Voraussetzung fĂĽr den Erfolg des Mobility Teammate Concepts:

- Fahrkompetenz (durch erweiterte Erkennungs- und Voraussagefunktionen)
- Verbundene Intelligenz (dank C2C und C2X-Kommunikation, wie das im Toyota Crown neu eingefĂĽhrte ITS Connect)
- Interaktive Intelligenz (etwa durch Erkennung des Fahrerzustands, Ăśbergabe und RĂĽckĂĽbergabe zwischen Fahrer und Fahrzeug)