Mazda 3 Facelift

Mazda hat seine 3er-Reihe nach drei Jahren leicht überarbeitet. Der Versuch eines frischen Kaufanreizes kommt gerade recht. Optisch ändert sich innen wie außen nicht viel. Nachgerüstet wurde vor allem bei den Assistenzsystemen.

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Mazda 3
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Leverkusen, 14. Juli 2016 – Mazda hatte einen guten Ruf, war Importkönig und galt jahrelang als äußerst solide Wahl. Mit dem Vorgänger des aktuellen Mazda 3 hat sich die Marke viel kaputtgemacht, denn ähnlich wie bei anderen Modellen gab es reichlich Rost. Mit der Vorstellung des aktuellen 3ers im Jahr 2013 versprach Mazda, die Probleme beseitigt zu haben. Ob dem tatsächlich so ist, werden die nächsten zwei Jahre zeigen.

Die schlampige Rostvorsorge hat Mazda jede Menge Sympathien gekostet, die nun zurückerobert werden müssen. Dafür tut die Marke einiges. Neben einem gefälligen, modernen Design gehören dazu auch interessante Alternativen im Motorenbereich. Gegen den allgemeinen Downsizing-Trend setzt Mazda schon seit Jahren auf eine ungewöhnliche Motorengeneration, bei der Diesel und Benziner auf die gleiche Verdichtung setzen.

Mazda 3 Facelift (16 Bilder)

Mazda hat nach drei Jahren seinen 3er etwas überarbeitet. Optisch fällt das kaum auf.
(Bild: alle Mazda)

Eine kleine Überarbeitung der gesamten Baureihe soll weitere Kaufanreize liefern. Und die sind bitter nötig, denn mit im ersten Halbjahr rund 5600 verkauften Exemplaren lag Mazda mit seinem 3er in Deutschland sogar knapp hinter dem Citroën C4.

Optisch fällt die überarbeitete Fassung kaum auf, denn Mazda betreibt hier nur den üblichen Aufwand: Die Stoßfänger vorn und hinten werden etwas anders geformt, statt Xenon- gibt es nun LED-Scheinwerfer. Die sollen auch bei eingeschaltetem Fernlicht den Gegenverkehr nicht blenden – ein Versprechen, das viele Hersteller machen. Im vor kurzem gefahrenen Opel Astra mit aufwendigem Matrixlicht gefielen uns Ausleuchtung und Helligkeit gut, die versprochene Ausblendung der anderen Verkehrsteilnehmer aber nicht.

Fortschritte verspricht Mazda bei der Unterstützung des Fahrers. Der soll von einem höher auflösenden Head-up-Display profitieren. Leider wird nur die Version eingesetzt, bei der Informationen auf eine kleine Scheibe gespiegelt werden. Die teurere Lösung mit einer Projektion in die Windschutzscheibe gibt es bei Mazda derzeit nicht.

Der Notbremsassistent arbeitet nun mit einer Frontkamera statt eines Lasers, was zur Folge hat, dass er nun auch querende Fußgänger erkennen soll und in einem größeren Geschwindigkeitsbereich arbeitet – in welchem genau, verrät Mazda leider nicht. Interessant auch, dass das Auto mit Hilfe der Parksensoren hinten laut Hersteller im Falle einer drohenden Kollision beim Rückwärtsfahren bremst. Das soll bis acht km/h funktionieren. Der Fahrer wird wie bei einer normalen Einparkhilfe erst gewarnt, reagiert er nicht, bremst das Auto.