Frankreich senkt seinen Anteil an Renault
Der französische Staat hat seinen Anteil an Renault reduziert und dafür einen Milliardenbetrag bekommen. Die Regierung verkaufte 14 Millionen Aktien für 1,2 Milliarden Euro, wie die staatliche Beteiligungsgesellschaft APE mitteilte
(Bild: Renault)
- dpa
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Der französische Staat hat seinen Anteil an Renault reduziert und dafür einen Milliardenbetrag bekommen. Die Regierung verkaufte 14 Millionen Aktien für 1,2 Milliarden Euro, wie die staatliche Beteiligungsgesellschaft APE am Freitag (3. November 2017) mitteilte. Der Verkauf von rund 4,7 Prozent der Anteile am Autohersteller war am Vorabend angekündigt worden. Die Aktie der Franzosen kletterte am Vormittag in Paris um mehr als 5 Prozent und erreichte zwischenzeitlich ein Hoch seit Anfang 2016 bei 91,30 Euro.
Der Staatsanteil an Renault sinkt mit dem Verkauf wieder auf 15 Prozent. Frankreich hatte im April 2015 seinen Anteil über den traditionellen Anteil heraus ausgedehnt, um den Renault-Partner Nissan nicht zu mächtig werden zu lassen. Die Japaner besitzen ebenfalls 15 Prozent. Der Staat hatte damals bereits angekündigt, seinen Anteil nicht grundsätzlich erhöhen zu wollen.
Verantwortlich war damals der heutige Präsident Emmanuel Macron als Wirtschaftsminister. Die Aufstockung hatte für monatelangen Streit zwischen Renault-Chef Carlos Ghosn und der Regierung gesorgt. Analysten sagten, der jetzige Verkauf von Aktien löse die Spannungen etwas.
(mfz)