Bolivien stoppt Lithium-Projekt mit deutscher Firma

Boliviens Regierung hat ein Joint Venture zur Lithiumgewinnung mit einem deutschen Unternehmen annulliert. Der Gouverneur des Departements Potosí erklÀrte am Sonntag, die Regierung von PrÀsident Evo Morales habe das Projekt per Dekret gestoppt

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(Lithiumhydroxid-)Saline
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  • dpa

Boliviens Regierung hat ein Joint Venture zur Lithiumgewinnung mit einem deutschen Unternehmen annulliert. Der Gouverneur des Departements Potosí erklÀrte am Sonntag (3. November 2019, Ortszeit) laut der Nachrichtenagentur ABI, die Regierung von PrÀsident Evo Morales habe das Projekt per Dekret gestoppt.

(Lithiumhydroxid-)Saline

(Bild: ACI Systems)

Das deutsch-bolivianische Gemeinschaftsprojekt war erst vor einem Jahr ins Leben gerufen worden. Das im vergangenen Dezember in Berlin vereinbarte Joint Venture des Staatsunternehmens YLB und der baden-wĂŒrttembergischen Firma ACI Systems zielte darauf ab, Lithium aus dem Salzsee Uyuni zu gewinnen.

Eine BegrĂŒndung fĂŒr den RĂŒckzieher der Regierung wurde nicht bekanntgegeben. Im Departement PotosĂ­, in dem der Salzsee liegt, war es zu Protesten gegen das Projekt gekommen, weil die lokale Bevölkerung nach Ansicht der Demonstranten keinen guten Schnitt gemacht hĂ€tte.

Im Salzsee Uyuni werden die weltweit grĂ¶ĂŸten Lithium-Vorkommen vermutet. Der Rohstoff wird unter anderem zur Produktion von Batterien fĂŒr Elektroautos benötigt. Dem Abkommen zufolge sollte YLB 51 Prozent der Anteile am Joint Venture halten. Geplant war von 2022 an eine Förderung von 30.000 bis 40.000 Tonnen Lithiumhydroxid im Jahr, mit Investitionen von 300 bis 400 Millionen Euro. Damit ließen sich Hunderttausende E-Autos mit Lithium-Batterien ausstatten.

(fpi)