Lightning Hybrids stellt Pkw mit hydraulischem Parallel-Hybrid vor
Das US-Unternehmen setzt beim LH3 und LH4 mit drei beziehungsweise vier Rädern auf parallelen Hybridantrieb mittels Diesel und Pumpenmotor und will so beim Automotive X Prize vorn landen
- gh
Loveland (Colorado/USA), 15. Juli 2009 – Hybridautos stehen hoch im Kurs – abgesehen von ihrer potenziell günstigeren Ökobilanz sind sie auch als Lifestyle-Vehikel gefragt. Nun hat die US-Firma Lightning Hybrids zwei neue Modelle vorgestellt. Dabei handelt es sich aber nicht um den x-ten Wagen mit kombiniertem Benzin- und Elektroantrieb, vielmehr setzen der vierrädrige LH4 und der dreirädrige LH3 auf ein ungewöhnliches Antriebskonzept: Bei ihnen sorgt ein Selbstzünder im Verein mit einem hydraulischen Antrieb fürs Vorankommen.
Hydraulischer Energiespeicher
Kernstücke des hydraulischen Systems sind ein Druckspeicher sowie ein so genannter Pumpenmotor. Dieser 77 kW (105 PS) starke Hubkolben-Motor kann mit und gegen den Uhrzeigersinn laufen und je nach Bedarf als Pumpe oder als (zusätzliches) Antriebsaggregat dienen – der Antrieb für LH3 und LH4 ist als Parallel-Hybrid ausgelegt: Der Pumpenmotor tritt in erster Linie bei niedrigeren Geschwindigkeiten oder beim Beschleunigen in Aktion, bei höheren Konstantgeschwindigkeiten läuft der Diesel allein. Seine notwendige Antriebsenergie speichert oder bezieht der Pumpenmotor aus einem 26,5 Liter großen Flüssigkeits-Druckspeicher, der die Rolle der Batterie bei einem Elektro-Hybrid übernimmt. Das aus Gewichtsgründen aus Kohlefaserwerkstoff hergestellte Gefäß speichert das Hydrauliköl mit einem Druck zwischen 345 und 483 bar und soll genug Energie zur Verfügung stellen, um den Wagen zweimal in 5,9 Sekunden von 0 auf 96 km/h (60 mph) zu bringen, oder um zirka 11 Kilometer weit mit einer Geschwindigkeit von 64 km/h zu fahren.
Lightning Hybrids stellt Pkw mit hydraulischem Parallel-Hybrid vor (21 Bilder)

Ohne KĂĽhlergrill: Lightning Hybrid stellt den LH4 vor.
Bessere Rekuperation und Gewichtsvorteile
Laut Hersteller lassen sich dank des Pumpen-Speicher-Systems bis zu 70 Prozent der Bremsenergie zurückgewinnen. Laut Hersteller liegt die Rückgewinnungsquote der Bremsenergie damit deutlich über dem Wert von Elektroautos, ferner verspreche der Druckspeicher Gewichtsvorteile gegenüber einer Batterie mit vergleichbarer Kapazität.