Rustikales Bekenntnis: Jeep Wrangler Sport 2.8 CRD im Test
So ähnlich müssen sich früher wohl Busfahrer gefühlt haben: Ich packe den langen Schaltknüppel und lade mit Schmackes den nächsten Gang nach. Der Wrangler ist ein Geländefahrzeug von echtem Schrot und Korn
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Haar, 11. Januar 2008 – So ähnlich müssen sich früher wohl Busfahrer gefühlt haben: Ich packe den langen Schaltknüppel und lade mit Schmackes den nächsten Gang nach. Die fingerdicke Schaltstange verschwindet in einem großen Gummibalg, der durch die Schaltbewegungen kräftig durchgeknetet wird.
Erste Sitzreihe draußen
Der Jeep Wrangler Sport 2.8 legt einen markanten Auftritt hin. Seine klassischen runden Kulleraugen sitzen rechts und links vom ebenso klassischen Grob-Grill mit seinen senkrechten Lüftungsöffnungen. Die seitlich heruntergebogene Motorhaube lässt sich jederzeit von außen öffnen. Man muss nur die Gummi-Verschlüsse aus ihrer Arretierung ziehen und schon kann die Klappe hochgestemmt werden. Eine Entriegelung von innen ist nicht vorgesehen. Aber eines der coolsten Jeep-Wrangler-Merkmale sitzt noch vor dem Motorraum: Der extratiefe Frontschweller. Dieser bietet genug Sitzfläche für zwei Personen – obwohl der Jeep ein Cabriolet ist, weiter draußen als hier auf dem Schweller kann man nicht sitzen.
Rustikales Bekenntnis: Jeep Wrangler Sport 2.8 CRD im Test (34 Bilder)

Weit geöffneter Grill und runde Kulleraugen: Der Jeep Wrangler 2.8 CRD
Runter mit der Frontscheibe
Der Wrangler ist ein Gefährt, bei dem es um maximale Freiheit geht. Dachaufklappen und Scheibenrunterkurbeln kann man bei vielen Fahrzeugen – Jeep geht da noch erheblich weiter. So lassen sich die beiden Seitentüren mit Werkzeug ausbauen, was mit ein wenig Übung recht schnell vonstatten geht. Allerdings darf man nie die Straßenverkehrsordnung (StVO) vergessen: Die serienmäßig an den Türen befestigten riesigen Außenspiegel müssen vorher von einem Fachmann fest an den Seiten des Fahrzeugs angebracht werden. Ohne Türen fahren ist in Deutschland nämlich erlaubt – ohne Außenspiegel nicht. Natürlich gilt dies nur für Straßen, die unter die StVO fallen. Auf privatem Gelände darf man nicht nur unangeschnallt und sturzbetrunken Auto fahren, sondern eben auch ohne Spiegel – und ohne Frontscheibe. Nach der Demontage der Scheibenwischer, wieder mit Werkzeug, lässt sich diese nach vorne umlegen. Dann ruht die Scheibe auf zwei bequemen Gummi-Kegeln und wird mit einem kleinen Bügel auf der Motorhaube arretiert. Zum-Langsam-durchs-sonnige-Gelände-fahren gibt es nichts Schöneres. Im öffentlichen Straßenverkehr ist dies aber verboten, wie Jeep ausdrücklich im Bedienhandbuch berichtet.