Rustikales Bekenntnis: Jeep Wrangler Sport 2.8 CRD im Test
Seite 4: Rustikales Bekenntnis: Jeep Wrangler Sport 2.8 CRD im Test
Mit Diesel recht sparsam
Mein Wrangler Sport 2.8 CRD wird von einem 2,8-Liter-Common-Rail-Diesel getrieben. Dieser nagelt beim Anlassen heftig los, nachdem er warm ist, klingt er aber deutlich ziviler. Ab 140 km/h werden Motor und Luftgeräusche richtig laut, das Stoffverdeck kann nichts zu einer ruhigeren Akustik beitragen. Bei 160 km/h ist quasi Schluss mit Vortrieb, obwohl es laut Datenblatt noch bis 180 km/h weitergeht. Wer sich also auf eine Autobahn-Reisegeschwindigkeit von 130 km/h einlassen kann, ist mit dem Wrangler auch auf langen Strecken gut und ungestresst unterwegs. In der Stadt kann das Triebwerk sein Drehmoment von 410 Newtonmetern bei bereits 2000 U/min voll ausspielen – der Motor zieht enorm gut an und geht richtig ab. Wer will, lässt alles an der Kreuzung stehen, was aber nicht unbedingt zum Charakterbild des Jeep-Fahrers passt. Das 177-PS-Aggregat vergreift sich im Schnitt an 8,4 Liter Diesel pro hundert Kilometer, ein recht geringer Wert, wenn man die wenig windschlüpfrige Form des Wagens bedenkt.
Gelände-Schalter
Über einen kleinen Hebel neben der Schaltung lässt sich vom Zwei- auf Allradantrieb umschalten und eine Geländeuntersetzung einlegen. Dies funktioniert mit einem kräftigen Ruck ganz zuverlässig – und deutlich besser als beispielsweise beim Land Rover Defender. Die eingangs schon beschriebene Schaltung wirkt sehr ungezwungen. Die einzelnen Gänge haben ein ganz manierliches Spiel, aber mit ein bisschen Übung flutschen die Stufen locker in ihre Position. Das Rühren mit der großen Stange lässt in der gesamten Fahrzeugkabine ein entspanntes Gefühl aufkommen. Bei mittleren Umdrehungszahlen vibriert der Schalthebel schamlos, was mir nur eins anzeigt: Mein Jeep Wrangler lebt.