Renault baut sein Geschäft um
Nach Milliardenverlusten will Renault sein Geschäft umbauen. Statt neuer Absatzrekorde soll nun die Rendite im Vordergrund stehen.
Der neue Renault-Chef Luca de Meo war zuvor für Seat tätig.
(Bild: Renault)
- dpa
Renault will nach einem Milliardenverlust sein Geschäft neu aufstellen und mehr auf Gewinn statt auf Masse setzen. Künftig soll das Geschäft in die vier Bereiche Renault, Dacia, Alpine und neue Mobilität gegliedert werden, wie Renault am Donnerstag (3. September 2020) in Boulogne-Billancourt mitteilte. Jeder Bereich soll eine eigenständige Organisation erhalten.
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Der neue Konzernchef Luca de Meo verspricht sich davon eine einfachere Organisation, die sich mehr an Ergebnissen orientiert. Dadurch sollen auch die Motivation und das Zugehörigkeitsgefühl der Mitarbeiter der einzelnen Einheiten steigen. Zudem geht es dem Manager um eine stärkere Kundenorientierung. Im ersten Halbjahr hatte Renault wegen der Corona-Pandemie und tiefroten Zahlen beim Partner Nissan einen Rekordverlust von 7,29 Milliarden Euro verbucht, nach einen Gewinn von 970 Millionen Euro ein Jahr zuvor.
Keine neuen Absatzrekorde angestrebt
Der seit Anfang Juli amtierende neue Renault-Chef de Meo hatte an diesem Tag von einer „schwierigen Lage“ gesprochen und für kommenden Januar einen neuen Sanierungs- und Strategieplan angekündigt. Demnach will sich der Italiener komplett von der Jagd auf Absatzrekorde verabschieden, die der frühere Konzernchef Carlos Ghosn verordnet hatte. Renault hat bereits den Abbau von weltweit rund 15.000 Stellen und Kostensenkungen im Umfang von rund zwei Milliarden Euro angekündigt.
(mfz)