Neue alte Liebe: Der neue Mercedes SL 350 im Test

Es surrt und kreischt durch seine kleine Gore-Tex-Membran im Ansaugtrakt – Mercedes legt jetzt mehr Wert auf Sound-Design. Wir haben uns die Neuerungen im SL 350 mit Sportmotor näher angesehen

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Von
  • gh
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Silverwood Lake (Kalifornien/USA), 14. März 2008 – Es surrt und kreischt durch seine kleine Gore-Tex-Membran im Ansaugtrakt – Mercedes legt jetzt mehr Wert auf Sound-Design. Aber dies ist nur eine von vielen Neuerungen, die sich die neue SL-Klasse gefallen lassen musste. Wir haben uns den SL 350 vorgenommen, um zu erfahren, ob bei diesem Aggregat der von Mercedes gewählte Spitzname „Sportmotor“ seine Berechtigung hat.

Zwei auffällige Längs-Sicken drücken sich aus der Motorhaube der neuen SL-Generation, was man durchaus als stilvoll empfinden kann und was vor allen Dingen an das große Vorbild erinnern soll: den 300 SL von 1954. Und wie beim Urvater öffnen sich in den Frontkotflügeln des Enkels jetzt auch Entlüftungskiemen. Auch die horizontal verlaufende Lamelle auf der Kühlermaske erinnert noch ein wenig an den Alten. Um den Wagen breit und präsent wirken zu lassen, ragen jetzt die Scheinwerfer weit in die Kotflügel. Und da der SL als so eine Art Mercedes-Trendsetter gilt, ist zu vermuten, dass wir uns an dieses Design auch bei anderen Modellen der Stuttgarter gewöhnen müssen. LED-Frontscheinwerfer kommen für Mercedes im Übrigen zurzeit nicht in Frage, da sie im Vergleich zum eingesetzten Bi-Xenon-System bis auf eine etwas andere Lichtfarbe laut Hersteller nur Nachteile mit sich bringen. So sollen Lichtausbeute sowie Stromverbrauch schlechter und wegen der größeren Einbautiefe für bewegliche LEDs auch die Gestaltungsmöglichkeiten geringer sein. Und nur um des Zeitgeistes willen soll die Technik nicht im SL Einzug halten.

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Dynamisch: Der neue Mercedes SL 350

Die serienmäßig vorhandenen Bi-Xenon-Scheinwerfer lassen sich auf Wunsch zum Intelligent Light System upgraden. Autobahnlicht, Kurvenlicht, Abbiegelicht und erweitertes Nebellicht mit besserer Ausleuchtung der Fahrbahnränder verrichten ganz automatisch ihren strahlenden Dienst und verbessern so die Sicherheit bei Nacht und Nebel. Am anderen Ende des Wagens, also am Heck, hat Mercedes ein Bauteil in leichter Diffusor-Optik spendiert. Ob dieses Stück Plastik nun wirklich Rennsport-Gedanken weckt, sei mal dahingestellt. Als schon eher gelungen gehen da die beiden trapezförmigen Doppel-Endrohre durch.