Testbericht: Lancia Musa nach dem Facelift

Mit einem Jahresabsatz von 900 Stück zählte der Italiener bislang nicht zu den Top-Sellern in Deutschland. Überzeugt der Mini-Van mit Zweifarb-Lackierung und modischem Innenleben künftig mehr designbewusste Individualisten?

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Von
  • rhi
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Haar, 31. März 2008 – Mit 900 verkauften Einheiten in Deutschland zählte der Lancia Musa im vergangenen Jahr nicht gerade zu den Top-Sellern im beliebten Mini-Van-Segment, in dem sich die Konkurrenz von Renault Modus und Opel Meriva tummelt. Zieht man jedoch in Betracht, dass Lancia für die Bundesrepublik einen Jahresabsatz von gerade 2700 Pkw insgesamt anstrebt, trägt der Musa mit immerhin einem Drittel dazu bei. Grund genug für die Italiener, dem Mini-Van zu Beginn des Jahres ein Facelift zu spendieren.

Obgleich Lancia betont, dass das Facelift umfangreich ausgefallen ist, wurde die Außenhaut des Musa nur behutsam gestrafft. Retuschiert wurden unter anderem die Heckleuchten, die nun mit LED-Technik aufwarten und die Front, welche jetzt einen großen verchromten Grill im klassischen Lancia-Stil aufweist. Speziell die neuen Heckleuchten überzeugen sowohl durch ihre Form als auch mit ihrer sehr guten Leuchtkraft. Ins Auge sticht auch die Chromleiste unterhalb der Seitenfenster, auf deren Abschluss an der C-Säule stolz ein kleines Lancia-Logo prangt. Insgesamt verleiht die überarbeitete Form dem kleinen Van eine ausdrucksstärkere Note. Im Vergleich hierzu wirkt der Ur-Musa zu glatt und beliebig.

Testbericht: Lancia Musa nach dem Facelift (20 Bilder)

Überarbeitet startet der Lancia Musa ins neue Modelljahr

Trotz einer Außenlänge von gerade einmal 4,04 Metern bietet der Mini-Van ein überzeugendes Platzangebot. Auf den Vordersitzen lassen sich auch längere Touren gut überstehen. Empfehlenswert sind die optionalen Armlehnen, welche die Bequemlichkeit nochmals deutlich erhöhen. Aber auch die hinteren Passagiere müssen nicht leiden: Selbst Personen über 1,80 Meter Körpergröße haben genügend Beinfreiheit im Fond. Gut gefallen hat uns die Variabilität des Innenraums. Die Rückbank ist in Längsrichtung verstellbar, die Rückenlehnen sind in der Neigung einstell- und im Verhältnis 60 zu 40 geteilt umklappbar. Der Kofferraum, der im normalen Zustand 390 Liter fasst, ist dann bis auf den respektablen Wert von 1488 Litern erweiterbar. Erfreulich ist darüber hinaus die niedrige Ladekante und die Griffmulde an der Heckklappe. Auch an die Ablage von Kleinigkeiten wurde gedacht: Links und rechts von den ungünstig platzierten Zentralinstrumenten befinden sich große Fächer. Negativ, aber bei Vans nicht ungewöhnlich ist die schlechte Übersicht nach vorne, weil die Motorhaube vom Fahrerplatz kaum erkennbar ist.