E-Autos sind regional unterschiedlich gefragt

Die hohe Förderung hat Auswirkungen auf die Verbreitung von E-Autos. Dabei gibt deutschlandweit große Unterschiede.

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DS 3 Crossback E-Tense

Die erhöhte Förderung hat zu einer enormen Nachfrage geführt. Nun normalisiert sich die Lage auf hohem Niveau. Im Bild: DS 3 Crossback E-Tense (Test)

(Bild: Lorenz)

Lesezeit: 2 Min.
Von
  • dpa

Hamburg, Baden-Württemberg und Berlin haben in Deutschland die höchsten Anteile an Elektroautos und Plug-in-Hybriden. Zum 1. Oktober 2020 machten diese beiden Fahrzeugkategorien in der Hansestadt 1,26 Prozent aller Pkw aus, wie aus Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes hervorgeht. Dahinter folgen mit je 1,08 Prozent Baden-Württemberg und Berlin. Die niedrigsten Anteile gibt es in Sachsen-Anhalt mit 0,39, Mecklenburg-Vorpommern mit 0,41 und Sachsen mit 0,49 Prozent.

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Der deutsche Durchschnittswert liegt bei 0,87 Prozent. Damit ist etwa jeder 116. Pkw ein Elektroauto oder Plug-in-Hybrid. In Hamburg ist es einer von 80, in Sachsen-Anhalt einer von 258. Bundesweit waren zum 1. Oktober 221.968 reine Elektroautos und 194.789 Plug-in-Hybride zugelassen. Die Zahlen steigen dank der erhöhten Förderung derzeit schnell an.

Nach Einschätzung des Neuwagenkauf-Portals Carwow normalisiert sich die E-Auto-Nachfrage nach einem zuletzt deutlichen Anstieg derzeit wieder. Heute interessierten sich 50 Prozent der Käufer für Benzinautos und je ein Sechstel für Elektro-, Hybrid- und Dieselautos, sagte Carwow-Chef Philipp Sayler von Amende der dpa. „Dieser Trend scheint sich hier eingependelt zu haben, deshalb würde ich davon ausgehen, dass die Nachfrage in nächster Zeit … in etwa so bleiben wird.“

Die mitunter sehr langen Lieferzeiten von E-Autos dürften sich ebenfalls normalisieren, sagte Sayler von Amende und nannte vier Gründe: Die Industrie sei im Sommer von dem Ansturm überrascht worden und habe jetzt reagiert. Die Lieferketten liefen besser. Die Verlängerung der Kaufprämie bis 2025 habe den Druck herausgenommen. Außerdem verteile sich die Nachfrage auf mehr E-Modelle, weil laufend neue auf den Markt kämen. „Die E-Auto-Kaufstimmung ist auch weiterhin sehr gut, nur wird sie sich aller Voraussicht nach etwas entspannen, was wir auch in den letzten Monaten beobachten konnten“, sagte der Carwow-Chef.

Die wichtigsten E-Autos (79 Bilder)

Audi Q4 e-tron

(Daten, Stand: 25.10.23)


Spitzenleistung 210 - 250 kW

Batteriekapazität brutto/netto 82/76,6 kWh

max. AC-Ladeleistung 11 kW

max. DC-Ladeleistung  175 kW


Reichweite (WLTP)  450 bis 562 km


Stromverbrauch (WLTP kombiniert)  15,6 bis 19,4


Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h


Kofferraumvolumen: 520 - 1490 Liter


Grundpreis (brutto, Stand: 27.10.23): ab 52.950 Euro
(Bild: Audi )

(mfz)