Fahrbericht: Maserati GranTurismo S
Der GranTurismo S, der mit 440 PS und 4,7-Liter-V8 auf 295 km/h kommt, ist der schnellste Wagen mit dem Dreizack aus regulärer Produktion. Die Edelmarke will damit auch Chinas neue Reiche für sich gewinnen und hofft auf steigenden Absatz
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Modena (Italien), 26. Mai 2008 – Maserati gibt wieder Gas: Im vorigen Jahr gelang es den Italienern nach einer langen Durstrecke, wieder schwarze Zahlen zu schreiben, und im laufenden Jahr will die zum Fiat-Konzern gehörende Autoschmiede 8500 Fahrzeuge absetzen. Nicht zuletzt auf dem chinesischen Markt sollen Kunden an Land gezogen werden. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht: In der Volksrepublik haben die jungen Reichen Gefallen am italienischen Design gefunden und wollen sich mit einem Dreizack auf der Motorhaube von der täglich größer werdenden Masse der Autofahrer abheben. Laut Maserati wurden allein auf der Messe Auto-China im April 2008 rund 90 Fahrzeuge geordert. Für einen zusätzlichen Kaufanreiz soll nun der neue GranTurismo S sorgen. Unsere Probefahrt war ein Teufelsritt auf dem schnellsten werksmäßigen Maserati aller Zeiten.
Viele Pferde unter der Haube
Auf dem Autosalon in Genf stellten die Italiener im März 2008 ihre neue Kreation erstmals der Weltöffentlichkeit vor. Schon im herkömmlichen GranTurismo wartet ein 4,2-Liter-V8-Aggregat mit 405 PS auf den Einsatz, doch der Neue legt noch eins drauf: Der Hubraum des V8 im GT S beträgt 4,7-Liter, und auch die Leistungsdaten des neuen Aggregats stellen das alten in den Schatten: 440 PS stehen bei 7000 U/min zur Verfügung, das maximale Drehmoment von 490 Newtonmetern liegt bei 4750 U/min an.
Fahrbericht: Maserati GranTurismo S (20 Bilder)

Im neuen GranTurismo S arbeitet ein neuer 4,7-Liter-V8-Motor.
Performance-Steigerung
Äußerlich unterscheidet sich das Kraftwerk durch roten Zylinderkopfdeckel vom GranTourismo-Motor. Pro Zylinderreihe besitzt es zwei kettengetriebene, oben liegende Nockenwellen und vier hydraulisch gesteuerte Ventile je Zylinder. Auf der Einlassseite sind die Nockenwellen mit einem stufenlosen Niederdruck-Phasensteller zur variablen Ventilsteuerung ausgestattet, wobei der komplette Steuerungsvorgang in unter 0,15 Sekunden durchgeführt wird. Das Triebwerk dreht bis zu 7500 U/min, bei bestimmten Schaltbedingungen sind auch 7600 Touren drin.