Fahrbericht: Maserati GranTurismo S

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Das klingt nicht nur toll, das ist es auch. Ein kurzer Tritt aufs Gaspedal, und 440 PS katapultieren den GT S samt Insassen in 4,9 Sekunden von null auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit ist erst bei 295 km/h erreicht. Doch bei purer Kraft und guten Beschleunigungszeiten wollten es die Italiener nicht bewenden lassen. Fahrkomfort und Schaltzeiten wie im Rennsport waren das Ziel. Daher wurde der GranTurismo S mit einer elektrisch gesteuerten Kraftübertragung ausgerüstet, die sechs verschiedene Schaltmodi bietet: Automatisch Normal, Automatisch Sport, ICE, Manuell Normal, Manuell Sport und Manuell Sport bei Schaltbetrieb MC-Shift.

Im automatischen Modus sorgt das elektronische Getriebesteuerungssystem für die Gangwechsel. Bei betätigter Sport-Taste erfolgt das Hinaufschalten naheliegenderweise erst bei höheren Motordrehzahlen. Im manuellen Modus wählt der Fahrer die Gänge selbst – das System greift jedoch ein, wenn durch Hochschalten die Motordrehzahl über das Limit hinausgehen beziehungsweise beim Herunterschalten unter die Mindestdrehzahl fallen würde. Wird nun die Sport-Taste aktiviert, wählt das Getriebesteuerungssystem eine leistungsorientiertere Schaltstrategie mit kürzeren Übergangszeiten zwischen den einzelnen Gängen. Der ICE-Modus kann bei Straßenoberflächen mit schlechter Haftung aktiviert werden. Hierfür gibt es eine eigene Taste auf dem Kardantunnel. Damit wird das an die Räder übermittelte Drehmoment begrenzt, das Triebwerk läuft mit maximal 3000 U/min.

Der MC-Shift-Modus ist die wichtigste Neuerung. Seine Schaltphasen überlappen sich und das Herausnehmen sowie Einlegen der Gänge erfolgt bereits vor dem Öffnen und Schließen der Kupplung. So kann die Schaltzeit auf 100 Millisekunden gesenkt werden, während sich die Phase zum Einschieben der Gänge auf 40 Millisekunden verringert. Der MC-Shift-Modus ist nur beim Hinaufschalten und im Betrieb "Manuell Sport" aktiv. Aber nur dann, wenn die Getriebesteuerung bestimmte Parameter in Bezug auf die Motortemperaturen und die Temperaturen des Getriebes erkennt.