Fahrbericht: Maserati GranTurismo S
Seite 4: Fahrbericht: Maserati GranTurismo S
Kräftiger Sprit-Hunger
An der Tankstelle wird der GT S zu den gerngesehenen Stammkunden zählen: Maserati gibt einen kombinierten Kraftstoffverbrauch von 16,6 Litern an. Innerorts gönnt es sich sogar stolze 25,8 Liter. Als kombinierten Wert für den CO2-Ausstoß gibt Maserati stolze 387 g/km an.
Sportlich straff
Das Lenkrad ist für einen Sportwagen zu groß geraten und hat ein wenig zu viel Spiel. Aber die Leistungsentfaltung und die Gangwechsel per Schaltwippen bescheren Fahrvergnügen in Bestform. Die Fahrwerkabstimmung lässt sich als sportlich straff bis hart bezeichnen – über das Vorhandensein von Bodenunebenheiten setzt es die Insassen ungefiltert in Kenntnis. Die gegen Aufpreis erhältliche "Skyhook"-Aufhängung mit variablen, elektronisch gesteuerten Dämpfern verspricht hingegen mehr Komfort, solange Fahrweise und Bodenbeschaffenheit eine weichere Abstimmung zulassen.
Präzise Bremsen
Für die Verzögerung ist ein Hochleistungsbremssystem zuständig. Die Vorderbremsen sind in so genannter Dual-Cast-Technologie gefertigt. Hierbei wird ein Bremsring aus Gusseisen mit einer Alunabe kombiniert. So soll die Bremsscheibe leichter als eine als Vollguss, ohne auf die günstigen thermischen Eigenschaften von Gusseisen verzichten zu müssen. Die Dual-Cast-Scheiben wurden in Zusammenarbeit mit Brembo entwickelt und kommen im Maserati Quattroporte Sport GT S erstmals zum Einsatz. Die Bremsanlage gibt es denn auch keinen Grund zu Kritik. Stets haben wir das sichere Gefühl, präzise wieder zum Stehen zu kommen – bei Bedarf auch sehr schnell. Auch das langsame Verzögern aus höheren Geschwindigkeiten bewältigt die Anlage souverän – die Bremskraft lässt sich gut dosieren. Serienmäßig sind die Bremssättel des GranTurismo S in Rot gehalten. Auf Wunsch stehen andere Farben zur Verfügung: Titan, Gelb, Silber, Blau oder klassisches Schwarz.