Chinas Automarkt belebt sich: Hersteller setzen wieder mehr ab
Im Juli lieferten Chinas Händler nach vorläufigen Zahlen 20 Prozent mehr Autos an Endkunden. Es sieht nach dem Ende einer langen Schwächephase des Markts aus.
Das frisch eröffnete BMW Brilliance Automotive Werk Lydia in Shenyang, China
(Bild: BMW Brilliance)
- dpa
Der lange Durchhänger des chinesischen Automarkts scheint zu Ende: Im Juli setzten die Hersteller 2,42 Millionen Fahrzeuge an die Händler im Land ab und damit knapp 30 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie der Herstellerverband CAAM (China Association of Automobile Manufacturers) in Peking mitteilte.
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Im Bereich Pkw und kleineren Nutzfahrzeugen waren es mit 2,17 Millionen Stück rund 40 Prozent mehr. Den größten Anstieg gab es bei Elektroautos, deren Verkauf sich auf 593.000 Stück mehr als verdoppelte. Im Export erzielten die chinesischen Autohersteller einen Rekordwert für einen einzelnen Monat.
China ist der größte Automarkt der Welt und wichtigster Einzelmarkt für Volkswagen mit den Marken Audi und Porsche, BMW und Mercedes. Der Chipmangel und die regionalen Covid-Lockdowns wirkten sich zuletzt auf die Produktions- und Verkaufszahlen aus, doch war das kräftige Wachstum in der Volksrepublik bereits davor eingebrochen.
Größter Anstieg bei Elektroautos
Auch die Kundennachfrage belebt sich nun wieder, im Juli lieferten die Händler nach vorläufigen Zahlen des Branchenverbands PCA (China Passenger Car Association) 1,84 Millionen Autos an die Endkunden aus. Das war ein Plus von gut einem Fünftel und der zweite Wachstumsmonat in Folge nach einer langen Durststrecke.
Geholfen haben dürften zwar kurzfristig auch neue Förderprämien für emissionsarme Fahrzeuge, dass aber die Händler bei den Herstellern im Juli deutlich mehr Autos abnahmen, könnte Zeichen einer dauerhaften Erholung sein.
(fpi)