VW Ur-Golf: Produktion endgültig eingestellt
Nach 31 Jahren hat VW auch in seinem südafrikanischen Werk die Fertigung des Golf I beendet. Zum Abschied gibt es ein limitiertes Sondermodell mit Fahrerairbag
- rhi
Uitenhage (Südafrika), 3. November 2009 – Eines Tages musste es zu Ende gehen und doch war die offizielle Mitteilung eine traurige Nachricht für Fans des Ur-Golf in aller Welt: In Südafrika, der letzten Produktionsstätte des Golf I, wird das Modell nicht mehr produziert.
Dauerbrenner am Kap
Im Jahr 1978 – vier Jahre nach seinem Debüt in Deutschland – kam der Golf nach Südafrika, wo er im Werk Uitenhage etwa 35 Kilometer entfernt von der Provinzhauptstadt Port Elizabeth gebaut wurde. Auch am Kap löste er den Käfer ab. 1984 erfolgte ein Facelift mit Elementen des Golf II, die Bezeichnung war fortan Citi Golf oder kurz Citi. Über die Jahre wurde die Baureihe mit Sondermodellen aufgewertet. Letztmals wurde der Citi im Jahr 2006 überarbeitet, damals gab es neue Rückleuchten und das Armaturenbrett des ersten Skoda Fabia. Erst kürzlich wurde sogar ein Fahrerairbag implementiert. Trotz bescheidender Sicherheitsausstattung war der Citi in Südafrika beliebt, wozu maßgeblich der günstige Preis von umgerechnet 7000 bis 9000 Euro beitrug.
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Zum Abschied des Citi Golf legt VW Südafrika ein limitiertes Sondermodell auf.
Das letzte Modell
Doch nun wird nach 35 Jahren das letzte Kapitel für den Ur-Golf aufgeschlagen. In einer Auflage von 1000 Stück rollt eine limitierte Abschluss-Edition namens Citi Mk1 zu den Händlern. Angetrieben wird die Sonderserie von einem 1,6-Liter-Benziner mit 101 PS. Zur Zusatzausstattung gehören 15-Zoll-Leichtmetallfelgen, ein poliertes Auspuffendrohr, dunkel getönte Rückleuchten, Doppelscheinwerfer und den berühmten Golfball-Schaltknauf. Angeboten wird der Mk1 in zwei Lackierungen: Schwarz und Shadow Blue Metallic. Jedes Exemplar wird durch eine Nummer gekennzeichnet, die auf Plaketten innen und außen erscheint.