Hyundais erster Ottomotor mit Direkteinspritzung

Nach und nach stellen fast alle Hersteller ihre Ottomotoren auf Direkteinspritzung um – sie verspricht einen geringeren Verbrauch und mehr Drehmoment. Nun bringt auch Hyundai seinen ersten "Direkteinspritzer"

vorlesen Druckansicht 1 Kommentar lesen
Lesezeit: 3 Min.
Von
  • sle
Inhaltsverzeichnis

Namyang (Südkorea), 18. November 2009 – Die Vorteile der Direkteinspritzung bei Ottomotoren sind mittlerweile allgemein anerkannt. Zwar wird sie in den meisten Fällen nur noch für einen stöchiometrische Gemischbildung eingesetzt – Magermotoren gibt derzeit nur noch wenige. Dennoch sorgen Vorteile wie die bessere Innenkühlung durch den direkt in den Brennraum gespritzten Kraftstoff dafür, dass immer mehr Hersteller auf das Verfahren setzen. Nun hat auch Hyundai seinen ersten "Direkteinspritzer" vorgestellt.

Als ersten Motor mit der neuen Technik stellt Hyundai ein 2,4-Liter-Aggregat vor, den 2.4 Theta II GDI. Er leistet 201 PS bei 6300 U/min und stellt maximal 246 Nm bei 4250 Touren zur Verfügung. Eine Hochdruckpumpe spritzt das Benzin mit bis zu 150 bar in den Zylinder. Die Einspritzung wird in zwei Phasen eingeteilt. In der ersten lösen laut Hyundai eine Piloteinspritzung und die Zündung die Zylinderbewegung nach unten aus. In der zweiten Phase werde weiterer Kraftstoff zugeführt und gezündet. Diese Aufteilung der Benzinmenge soll die Emissionen vor allem in der kritischen Kaltstartphase verringern.

Hyundais erster Ottomotor mit Direkteinspritzung (5 Bilder)

Hyundais erster Ottomotor mit Direkteinspritzung verspricht deutlich mehr Drehmoment und weniger Verbrauch.

Hyundai liefert übrigens noch einen weiteres Argument für die Vorteile der Direkteinspritzung: Eine Saugrohreinspritzung hat demnach den schwerwiegenden Nachteil, dass mit steigenden Drehzahlen die Ventilöffnungszeiten immer kürzer werden – was die Zeit für die Gemischzufuhr immer mehr verkürze. Eine Direkteinspritzung löse dieses Problem vollständig.

Verglichen mit einem hubraumgleichen Saugrohreinspritzer soll der Direkteinspritzer 7 Prozent mehr Drehmoment bei niedrigen sowie 12 Prozent mehr bei hohen Drehzahlen entwickeln. Der Verbrauch soll um 10 Prozent niedriger sein. Genaue Zahlen nennt Hyundai noch nicht.