Audi-Museum zeigt Silberpfeile von Mercedes und Auto Union
Von 1934 bis 1939 machten die Boliden von Auto Union und Mercedes-Benz die Plätze auf dem Siegerpodest meist unter sich aus. In Ingolstadt sind ab dem 2. Dezember zehn der legendären Boliden zu sehen
- ssu
Ingolstadt, 27. November 2009 – Vom 2. Dezember 2009 bis zum 31. März 2010 werden im Audi Forum Ingolstadt zehn der spektakulären Rennwagen aus der Kompressor-Ära der 1930er-Jahre zu sehen sein – die berühmten "Silberpfeile". Neben sieben Boliden der Auto Union werden drei Original-Rennwagen von Mercedes-Benz ausgestellt – zwei Siegerwagen und ein Weltrekordauto.
Abonnementssieger 1934 bis 1939
1934, also vor 75 Jahren, tauchten die legendären deutschen Silberpfeile erstmals auf den Rennstrecken der Welt auf. Bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939 machten, bis auf wenige Ausnahmen, die Autos und Rennfahrer von Auto Union und Mercedes-Benz in ihren bis zu 500 PS starken Rennwagen die Siege unter sich aus. Mit den futuristisch anmutenden, teils stromlinienförmig verkleideten Rennern begründeten Fahrer wie Rudolf Caracciola, Manfred von Brauchitsch, Hermann Lang (Mercedes-Benz) oder Bernd Rosemeyer, Hans Stuck und Tazio Nuvolari (Auto Union) einen Mythos, der bis heute lebendig ist.
Audi-Museum zeigt Silberpfeile von Mercedes und Auto Union (13 Bilder)

Silberpfeile von Auto Union und Mercedes-Benz im Audi-Museum
Kaum geschĂĽtzte Fahrer
Dabei riskierten die Fahrer der Wagen, die Endgeschwindigkeiten wie in der heutigen Formel 1 erreichten, lediglich "geschützt" durch eine Lederhaube auf dem Kopf und bekleidet mit einem Baumwoll-Overall jede Sekunde ihr Leben – und nicht wenige von ihnen kamen auf der Rennstrecke oder auf abgesperrten Autobahn-Abschnitten, wo sie neuen Rekorden nachjagten, tatsächlich zu Tode.
Puristische Ästhetik
Bis heute faszinieren ihre Arbeitsgeräte jedoch mit ihrer puristischen Ästhetik, die die silberne Lackierung noch unterstreicht. Den Machern des Audi-Ausstellung zufolge sollen die Fahrzeuge daher vor allem für sich selbst sprechen. Ohne ablenkenden Schnickschnack stehen die Wagen wie Kunstwerke auf einem Sockel, und wie bei einem Rennstart werden alle in einer Richtung aufgestellt. Zu jedem Exponat zeigt eine eigene Stele technische Erläuterungen und historisches Filmmaterial, das den jeweiligen Wagen im Renneinsatz zeigt.