Daimler und Evonik wollen Batterie-Fertigung massiv ausbauen

Daimler und Evonik machen wollen in den nächsten zwei Jahren Europas größte Fabrik für Autobatterien auf Lithium-Ionen-Basis im sächsischen Kamenz aufbauen und dafür rund 200 Millionen Euro investieren

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  • ssu
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Stuttgart, 22. Dezember 2009 – Daimler und der Mischkonzern Evonik machen beim Elektroantrieb für Autos Tempo. Die beiden Unternehmen wollen in den nächsten zwei Jahren Europas größte Batteriezellenfabrik auf Lithium-Ionen- (Li-Ion)-Basis im sächsischen Kamenz aufbauen. Die Entwicklung leistungsfähiger und preiswerter Batterien gilt als entscheidender Schritt zum Durchbruch für Elektroautos.

Rund 200 Millionen Euro wollen die beiden Unternehmen bis 2013 investieren, verlautete am 21. Dezember aus dem Umfeld des Autobauers. Damit wurden Informationen des Handelsblatt bestätigt. Daimler und Evonik wollten sich zu der Summe nicht äußern. Die Zahl der Mitarbeiter an dem Standort in Sachsen soll in den nächsten zwei Jahren von derzeit rund 200 auf 600 erhöht werden. In den darauffolgenden Jahren sollen dann noch weitere Arbeitsplätze aufgebaut werden.

Daimler und Evonik wollen Batterie-Fertigung massiv ausbauen (2 Bilder)

Evonik und Daimler schlossen Ende 2008 eine strategische Allianz zur Entwicklung und Fertigung von Lithium-Ionen Batterien

Werner MĂĽller, Vorstandsvorsitzender der Evonik Industries AG, Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstands der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars (Bild: Daimler, Dezember 2008)

Daimler und Evonik hatten vor Jahresfrist eine strategische Partnerschaft geschlossen. In einem ersten Schritt übernahmen die Stuttgarter 49,9 Prozent an dem aus Evonik hervorgegangenen Batteriezellen-Hersteller Li-Tec in Kamenz. Der Essener Industriekonzern, der aus der alten Ruhrkohle AG und dem Spezialchemie-Unternehmen Degussa entstanden ist, hält 50,1 Prozent. Mit den Investitionen soll dem Vernehmen nach die Produktionskapazität bis 2013 auf 2,9 Millionen Batteriezellen verzehnfacht werden.

Anschließend gründeten beide Unternehmen das Joint Venture Deutsche Accumotive GmbH & Co KG mit Sitz in Nabern bei Stuttgart. Daran hält Daimler 90 Prozent, Evonik den Rest. Bei der Deutschen Accumotive sollen dann – ebenfalls in Kamenz – die Batterien gefertigt werden.