VW stellt neuen California als Studie vor​
Auf dem Caravan Salon in Düsseldorf gibt VW einen ziemlich exakten Ausblick auf den nächsten California. Der kommt auch mit Hybridantrieb.​
(Bild: VW)
Es soll nur eine Studie sein, doch vom Serienmodell dürfte das VW California Concept kaum weit entfernt sein. Ausgestellt wird das Wohnmobil auf dem Caravan Salon in Düsseldorf. Interessenten dürfen sich darauf einstellen, dass der Wandel bei der Fahrenergie nun auch hier angeboten wird. Vorerst allerdings nur optional, denn auch die neue Generation bekommt wieder Dieselmotoren. Sie waren bislang alternativlos. Beibehalten wird der Grundgedanke eines klug eingerichteten Wohnmobils mit ausklappbarem Dach. Der Bus lässt sich bequem auch im Alltag nutzen, was bei einem Wohnmobil im klassischen Format mühsam ist.
PHEV statt E-Antrieb
VW lässt sich aktuell noch nicht in die Karten schauen, doch naheliegend wäre, im California jenen Plug-in-Hybrid einzubauen, der schon im T7 seinen Dienst tut. Sie unterscheidet sich mit 13 kWh-Batterie und einphasigem Lader sich grundlegend von dem, was VW für Tiguan und Passat angekündigt hat. Es ist nicht ausgeschlossen, dass im Zuge dessen auch der Plug-in-Hybrid im Bus ein Upgrade bekommt. Spannend zu beobachten wird dabei, ob die Kunden mitziehen oder mehrheitlich beim Verbrenner bleiben. Die Entwicklung eines batterieelektrischen Campers auf Basis des ID.Buzz hat VW zwar nicht aufgegeben, zumindest aktuell aber zurückgestellt.
Zweite SchiebetĂĽr
Die in Düsseldorf gezeigte Studie hat zwei Schiebetüren. Ein Teil der Küche ist neben der linken Tür angeordnet, sie lässt sich damit auch von außen nutzen. Das dürfte auch der hauptsächliche Vorteil sein, denn für einen bequemen Ein- bzw. Ausstieg erscheint die verbleibende Lücke auf den ersten Bildern recht schmal. Die Küche selbst ist mit Schubladen, die nach innen wie nach außen zu öffnen sind, praktisch eingerichtet. Mein Kollege Clemens hat über die Vorzüge eines Induktionsherds im Rahmen seiner Kia-EV6-Reise schon berichtet. Der California bietet das auch. Wer mag, kann alternativ einen Gaskocher nutzen.
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Mit ein Plus bei Länge und Breite soll der nächste California mehr Wohnraum bieten, der sich zudem flexibler als bislang nutzen lassen soll. Die Einzelsitze lassen sich zu einer Liegefläche umfunktionieren. Das Aufstelldach besteht aus einer Aluminium-Dachschale und einem dreilagigen Faltenbalg. Bedient wird es über ein schwenkbares Tablet, auf dem auch Filme abgespielt werden können. Eine Software informiert unter anderem über die Wasserstände im Auto, die Stromversorgung und steuert auch die Lampen. VW verspricht, dass alles, was über das Tablet geregelt wird, auch über eine App auf dem Smartphone zu steuern ist. Bleibt den Kunden zu wünschen, dass der Konzern, der sich beim Thema Software in den vergangenen Jahren etwas schwergetan hat, hier nicht zu viel verspricht.
VW California Concept (9 Bilder)

(Bild: VW)
Wird teuer
Das Serienmodell soll im nächsten Jahr auf den Markt kommen. Eine Tradition wird der California sicher konservieren, nämlich die der gehobenen Preise. Schon die erste Generation war mit rund 40.000 DM richtig kostspielig. Doch der Erfolg gab VW recht, denn die Absatzzahlen lagen über den anfänglichen Erwartungen. Bislang wurden 260.000 California verkauft, und da VW am Konzept nichts grundlegend verändert hat, dürften mit der nächsten Auflage noch etliche hinzukommen.
(mfz)