Klare Kante: der neue VW Phaeton

Nachdem VW beinahe seine gesamte Modellpalette geliftet hat, kommt nun der Phaeton an die Reihe. Er erhält ein Gesicht in der neuen Designlinie und neue Assistenzsysteme

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Von
  • rhi
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Wolfsburg, 22. April 2010 – Hierzulande tut sich der VW Phaeton nach wie vor ein wenig schwer. Zwar lag er 2009 mit fast 2000 verkauften Exemplaren fast auf dem Niveau des Audi A8, aber dennoch haftet ihm der Ruf des Geheimtipps an. Jetzt hat VW seine schwere Luxus­limousine noch einmal überarbeitet und stellt das Ergebnis auf der diesjährigen Auto China in Peking (25. April bis 2. Mai 2010) vor.

Durch die Überarbeitung hat der Phaeton zwar keinen völlig neuen Charakter bekommen, doch der Ausdruck wirkt klarer und schärfer. Am auffälligsten ist der nahtlose Übergang zwischen Grill und Scheinwerfern, die bisher optisch voneinander getrennt waren. Tatsächlich ist es so gelungen, dem Phaeton das typische neue VW-Gesicht zu geben, in einer Klarheit, die einem Fahrzeug dieses Formats durchaus gut steht. Im Unterschied zu anderen VW-Modellen kommt beim Phaeton keine glänzend schwarze Kühlergrillabdeckung zum Einsatz, sondern ein Chromelement. Interessant ist die Umgestaltung des Hecks: Die Rückleuchten bleiben in der Grundform gleich, das Innenleben besteht nun aber aus einem LED-Band in M-Form und punktförmigen Lichtern. Insgesamt setzt VW mehr als bisher auf scharfe und durchgehende Kanten und Linien, die neue Linie von Chefdesigner Walter de Silva.

Klare Kante: der neue VW Phaeton (12 Bilder)

VW unterzieht den Phaeton einem umfassenden Lifting.

Die neuen, serienmäßigen Bi-Xenonscheinwerfer bieten ein integriertes Kurven- und Abbiegelicht. Die Blinker und das Abbiegelicht arbeiten mit LED-Technik. Völlig neu ist der optionale "Dynamic Light Assist": Hierbei erkennt eine Kamera im Bereich des Innenspiegels andere Verkehrsteilnehmer und regelt die Ausleuchtung der Fahrbahn. Dank der Front-Kamera erkennt das Kurvenlicht-Steuergerät genaue Position des vorausfahrenden Fahrzeugs und „schiebt" ab Geschwindigkeiten von 60 km/h den Lichtkegel bis an dessen Heck, oder sogar seitlich am Wagen vorbei – ohne Blendung des Fahrers.