Klare Kante: der neue VW Phaeton
Google an Bord
Kaum Verbesserungsbedarf sieht VW beim Innenraum mit zugfrei arbeitender Vier-Zonen-Klimaautomatik und 18-Wege-Sitzen. Wie gehabt kann der Phaeton als Vier- oder Fünfsitzer bestellt werden. Neu gestaltet wurde das Multifunktionslenkrad, für das auch diverse Holz-Leder-Kombinationen lieferbar sind. Das Navigationssystem RNS 810 mit 30-GB-Festplatte und Acht-Zoll-Touchscreen bietet künftig eine internetbasierte Google-Funktion als Ergänzung der Kartendarstellung an. Die dazu notwendigen Daten werden via Mobiltelefon online über einen eigens dafür eingerichteten Proxy-Server in das System geladen. Die Visualisierung im Display des Touchscreens entspricht der aus dem konventionellen Internet bekannten Google-Maps-Grafik „Satellit" und der Google-Kartendarstellung „Hybrid" des iPhone; im Phaeton werden die Satellitenbilder durch die entsprechend markierte Routenempfehlung des Navigationssystems ergänzt.
Als besonders interessant erachtet VW dabei die abrufbaren POI – die Points of Interest. In Google integrierte Adressen, Sehenswürdigkeiten, Geschäfte, Sportstätten, Ärzte oder Restaurants können ausgewählt und direkt in die Zielführung übertragen werden. Im Idealfall lädt das System die Daten per UMTS-Verbindung. Das Telefon selbst wird via remote SIM-Access-Profile (rSAP) komplett in die Anlage eingebunden. Wer alternativ ein Handy mit Hands-Free-Profile (HFP) nutzen möchte, kann auch dies in Verbindung mit dem neuen Phaeton tun – Google ist in diesem Fall nicht aktiv. Im HFP-Modus ist zum Beispiel auch das iPhone von Apple „Phaeton-kompatibel".
Dienstbare Elektronik
Völlig neu ist die optionale Verkehrszeichenerkennung, welche nicht nur die zulässige Höchstgeschwindigkeit einblendet, sondern auch Zusatzhinweise wie etwa "Bei Nässe". Zudem kann das System im Phaeton laut VW weltweit einmalig auch auf Ăśberholverbote hinweisen. Zu den weiteren Assistenzsystemen zählt auch ein SpurÂwechselÂassistent namens Side Assist. Er ĂĽberwacht ab 60 km/h mit Radarsensoren im HeckstoĂźfänger den Bereich hinter sowie neben dem Phaeton und signalisiert ĂĽber eine Warnleuchte im AuĂźenspiegelgehäuse eine mögliche Kollisionsgefahr. Der SensorĂĽberwachungsbereich erfasst eine Distanz von etwa 50 Metern hinter und 3,60 Meter neben der Limousine.