Telefonzelle als Tankstelle für E-Mobile
Die Telekom Austria hat in Wien eine Telefonzelle mit einer Ladefunktion für Elektromobile ausgestattet. Bis Ende 2010 sollen in Österreich 30 solcher Stromtankstellen entstehen.
- ssu
Wien (Österreich), 06. Mai 2010 – Die Telekom Austria hat den ersten Prototyp einer Telefonzelle mit integrierter Stromtankstelle in der österreichischen Hauptstadt in Betrieb genommen. Bis Jahresende sollen landesweit 30 Telefonhäuschen mit einer Ladefunktion für elektrisch angetriebene Autos, Roller oder Fahrräder ausgerüstet werden, teilte der Telekommunikationskonzern mit. Für die nicht näher benannte Dauer des Probebetriebs wird der Strom kostenlos abgegeben, danach können Besitzer eines österreichischen Mobiltelefons den Ladevorgang über den Handy-basierten Bezahldienst paybox bezahlen.
Identifikation via SMS oder RFID
Im Testbetrieb genügt eine Identifizierung des Fahrzeugbesitzers über SMS oder einen RFID-Chip, der in den Stecker des Fahrzeugs eingebaut wird. Die RFID-Chips zur funkbasierten Datenübermittlung sollen in allen Shops der Telekom Austria und ihrer Mobilfunkmarke A1 erhältlich sein. Eine Nachrüstung bestehender Elektrofahrzeug-Stecker ist dem Unternehmen zufolge „ganz einfach möglich“.
Telefonzelle als Tankstelle für E-Mobile (3 Bilder)

Dieses Schild auf dem Dach der Telefonzelle weist auf die Ladefunktion hin.
Stromspritze für Elektroroller
Der erste Prototyp einer Telefonzelle mit E-Ladestation befindet sich in Wien, in der Lassallestraße 9 – also unmittelbar am Firmensitz der Telekom Austria AG. An der vormaligen Behörde hält die Republik Österreich noch knapp 30 Prozent der Aktien. Die Zelle ist durch einen kleinen Leuchtwürfel am Dach als Ladestation erkennbar. Über eine von Campingplätzen bekannte „Caravan-Steckdose“ steht Ladestrom mit 230 V und 16 A zur Verfügung.