Alfa Giulietta 1.8 TBi Quadrifoglio Verde
Turbo und Scavenging-Technik
Dem Beschleunigungsgefühl zuträglich ist der Turbo, der für ein breites, nutzbares Drehzahlband sorgt. Eine Besonderheit bei der Gemischaufbereitung des Motors ist das so genannte Scavenging-Verfahren, das auf einer großen Ventilüberschneidung auf Ein- und Auslassseite beruht. Während das Auslassventil noch geöffnet ist, geht schon das Einlassventil auf. So strömt bis zu 30 Prozent der Frischluft in den Krümmer, mischt sich dort mit dem Abgas eines anderen Zylinders, und bewirkt mithilfe des zugeführten Sauerstoffs eine exotherme Verbrennung. Das soll die Emissionen verbessern und vor allem das Ansprechverhalten der Turboladers verbessern – der sonst bei niedrigen Drehzahlen nicht richtig in Fahrt käme. Und tatsächlich: Ein Turboloch konnten wir nicht feststellen. Besonders impulsiv zeigt sich die Giulietta, wenn man am DNA-Schalter in der Mittelkonsole den Dynamik-Modus (D) wählt. In diesem Modus der Fahrdynamikregelung reagiert das Gaspedal so prompt auf Fußbewegungen, dass man gerade in der Stadt vorsichtig sein muss. Zahmer verhält sich das Auto in "N" und "A", wobei "A" für "Allwetter" steht.
Geringer Verbrauch
Den Spritverbrauch gibt der Hersteller mit 7,6 Liter auf 100 Kilometer an. Kein schlechter Wert, die Konkurrenz von VW, der Golf GTI mit 210 PS, verbraucht mit 7,4 Liter kaum weniger. Der Peugeot 308 200 THP mit 200 PS benötigt laut Hersteller allerdings nur 6,9 Liter. In der Praxis sehen die Verbräuche allerdings anders aus. Bei unserer Giulietta waren es 11,6 Liter, wobei allerdings forciert gefahrene Autobahn-Etappen dabei waren. Beim Spritsparen hilft zwar eine Gangwechselanzeige, aber kein Start-Stopp-System. Die Topmotorisierung ist die einzige Giulietta-Version, für die das nachvollziehbar nicht verfügbar ist. Man kann das bei einem sportlichen Modell nachvollziehen, aber seit wir mal einen Porsche Panamera mit dem automatischen Motorstopp fuhren, sehen wir das nicht mehr ein.