Audi A8: Autonomes Fahren möglich
Die Rechenpower, die benötigt wird, um diese ganzen Daten zu verarbeiten und richtig zu deuten, ist immens. Das zentrales Fahrerassistenzsteuergerät hat mehr Rechenkraft als alle Steuergeräte des Vorgängers zusammen, der alles andere als ein technischer Neandertaler war. Schließlich muss der Audi A8 auch erkennen, wenn die Autobahn beziehungsweise die baulich getrennten Fahrbahnen zu Ende sind und der Stau-Assistent nicht mehr aktivierbar sein darf.
Im Zweifelsfall
Doch was geschieht, wenn ein System einmal verschiedene widersprüchliche Meldungen von den Sensoren kommen? „Das Auto braucht ein Selbstbewusstsein. Im eigentlichen Sinne“, sagt Simon Ulbrich. Ein System muss also merken, wenn etwas nicht stimmt und Ersatz bereitstellen, damit die Sicherheit der Passagiere gewährleistet ist. Fällt zum Beispiel der Bremskraftverstärker aus, übernimmt das ESP; das ja ohnehin mit Bremseingriffen tätig ist, Teile der Aufgaben. Selbst wenn das zentrales Fahrerassistenzsteuergerät den Überblick verliert, arbeiten die anderen Systeme zusammen, um den Audi während der Übergabezeit an den Fahrer (bis zu zehn Sekunden) autonom in der Spur zu halten.
Damit diese Sicherheit gewährleistet ist, herrscht ein steter Abgleich zwischen den Systemen, ob die Daten stimmen. „Kreuz-Plausibilisierung“ nennt Simon Ulbrich das und erklärt das Prinzip der Redundanzen, die unabdingbar für das autonome Fahren sind. Bei widersprüchlichen Meldungen verschiedener Sensoren, gewinnt immer die Mehrheit, aber grundsätzlich steht die Sicherheit der Menschen an oberster Stelle, versichert Audi. (imp)