BMW X1 und Range Rover Evoque im Vergleich
Der BMW kann seinen kleinen Leistungsvorteil auch in Beschleunigung umsetzen. Er beschleunigt in 7,3 Sekunden auf 100 km/h, der Evoque braucht dafür 8,5 Sekunden. Außerdem ist die Höchstgeschwindigkeit des Evoque fast 30 km/h niedriger als beim X1. In puncto Verbrauch liegen die beiden Autos aber nahezu gleichauf: Der Evoque braucht laut Datenblatt 6,5 Liter auf 100 Kilometer, der X1 6,3 Liter. Ein Start-Stopp-System hat keines von beiden Automatik-Autos – das gibt es in beiden nur in Verbindung mit einer Handschaltung.
Fast schon Pkw-Fahrwerke
Starrachsen wie bei harten Offroadern à la Land Rover Defender gibt es bei den weitgehend für die Straße konzipierten SUVs X1 und Evoque natürlich nicht. Beide eine Einzelradaufhängung, mit der sich die Autos ähnlich komfortabel wie Limousinen fahren – oder wie Vans, denn die größere Fahrzeughöhe macht sich natürlich durch Wanken in der Kurve bemerkbar. In der Praxis fährt sich der BMW mit seinem strafferen Fahrwerk agiler als der Range Rover. Zu diesem Eindruck tragen auch die niedrigere Sitzposition und der besseren Seitenhalt der Sitze bei. Dafür gibt es für den Evoque auf Wunsch ein adaptives Fahrwerk für 1230 Euro, das wir allerdings nicht zur Verfügung hatten. Es ist mit speziellen Dämpfern ausgestattet, die die Spannbreite zwischen Komfort und Straffheit deutlich erweitern. Diese Option kann der X1 nicht bieten.
Die Lenkung gibt bei keinem von unseren beiden Fahrzeugen Anlass zu Kritik. Technisch besteht aber ein Unterschied. Der Evoque bietet als erster Range Rover eine energiesparende elektromechanische Servolenkung, während der BMW noch eine elektrohydraulische Technik setzt. Auch was die Parkbremse angeht, geht es bei BMW traditioneller zu: Der X1 wird mit dem altbekannten Handhebel fixiert, während der Range Rover eine elektrische Feststellbremse hat.
Innere Werte
Der Evoque wirkt innen noch wesentlich edler als der X1. Während im BMW Plastik regiert – wenn auch in den zwei Farbtönen Schwarz und Beige – ist unser Range Rover mit verschiedenfarbigem Leder und Edelstahlleisten ausgeschmückt. Das gebürstete Alu ist sogar Serie. Auch eine Teillederausstattung ist Standard, für eine Vollbelederung zahlt man allerdings zwischen 620 und 1300 Euro Aufpreis. Bei BMW ist Leder nur am Lenkrad und am Wahlhebelmäntelchen Serie, Volllederausstattung gibt es für 1450 Euro und auch Interieurleisten kosten extra.