Die Technik der neuen Mercedes B-Klasse
Ein dynamischeres Fahrverhalten bei gleichzeitig gutem Komfort soll der B-Klasse die Kombination aus einer elektromechanischen Lenkung, einer Vierlenkerhinterachse, einem niedrigeren Schwerpunkt sowie einem weiterentwickelten ESP bescheren. Die elektromechanische Lenkung verbraucht nur Energie, wenn tatsächlich gelenkt wird. Das optionale Sportpaket kommt mit einer direkter abgestimmten Lenkung. Ebenso das geplante Sportmodell – das möglicherweise einen AMG-Zusatz trägt. Die elektrische Servolenkung ermöglicht zudem Lenkassistenz-Funktionen, die an das ESP gekoppelt sind. So gibt die Lenkung bei Übersteuern einen kurzen Impuls in die richtige Korrektur-Richtung, in welche der Fahrer daraufhin instinktiv steuern soll. Korrigiert wird auch beim Bremsen, wenn sich die Räder links und rechts auf verschieden griffigen Fahrbahnbelägen befinden. Ebenso wird der Einfluss von Seitenwind oder der Straßenneigung kompensiert. Zu guter Letzt ermöglicht die elektrifizierte Lenkung auch einen aktiven Parkassistenten. Der Wendekreis beträgt laut Mercedes unter 11 Meter. Die Scheibenbremsen rundum verfügen über eine Hold-Funktion.
Mit adaptivem Bremsassistenten
Die neue B-Klasse ist mit einer verlängerten Knautschzone ausgestattet. Die Aufprallenergie wird über eine besondere Crash-Trägerstruktur unter dem Fahrzeug nach hinten geleitetet. Daneben ist das Fahrzeug serienmäßig mit Airbags für Knie, Rumpf und Kopf ausgerüstet. Optional wird es den Rumpfschutz auch für die hinteren Passagiere geben. Stolz ist Mercedes darauf, Assistenzsysteme aus den größeren Baureihen in die B-Klasse integriert zu haben. So kommt ein radargestützter Bremsassistent serienmäßig zum Einsatz. Er warnt den Fahrer zwischen 30 und 250 km/h optisch und akustisch bei Kollisionsgefahr. Der Fahrer muss dann das Bremspedal betätigen, woraufhin das System eine kontrollierte Bremsung einleitet. Dem Hintermann wird dabei der maximal mögliche Raum gegeben, selbst rechtzeitig stoppen zu können.
Entwicklung im Simulator
Probefahrten der neuen B-Klasse finden auf der Straße und auch im Simulator statt, den Mercedes seit Ende 2010 betreibt. In ihm können die Assistenzsysteme mit echten Fahrern an Bord getestet werden. Das entsprechende Fahrzeugmodell sitzt dabei auf einer Plattform, die sich bewegt und so Beschleunigung, Verzögerung sowie Querkräfte simuliert. Auf einer 360-Grad-Leinwand wird die komplette Umgebung dargestellt, in der hochdynamische Fahrmanöver gefahrlos möglich sind. Die neue B-Klasse gehört zu den ersten Modellen, bei deren Entwicklung der Simulator mit einbezogen wurde. (imp)