Ducati Hypermotard 950 / SP

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Offensichtlich gefiel das den Ducati-Entwicklern auch nicht wirklich und so erfreut die neue Hypermotard 950 wieder mit zwei kurzen Endschalldämpfern direkt unter dem Heck. Tatsächlich wirkt die Hypermotard dadurch wieder kompakter und leichter.

Zu dem Eindruck tragen auch die neuen Felgen bei, die in einem filigranen Dreispeichen-Design daherkommen. Diese haben, zusammen mit Überarbeitungen an Rahmen, Gabel, Bremsscheiben und Motor, zur Gewichtsersparnis von vier Kilogramm beigetragen, allein am Zweizylindermotor sparten die Ingenieure 1,5 Kilogramm ein. Die massive Einarmschwinge behielt Ducati allerdings, wohl mehr aus Show. Laut Ducati soll die Hypermotard nur noch 200 Kilogramm mit vollem 14,5-Liter-Tank auf die Waage bringen.

In der Elektronik hat sich einiges getan. Die Hypermotard 950 verfügt nun über ein Kurven-ABS von Bosch, Schlupfregelung und eine Wheelie-Steuerung. Möglich macht das ein sechsachsiger Trägheitsmesser (6D IMU). Das Cockpit ziert eine farbiges, 4,3 Zoll großes TFT-Display, das sogar per Bluetooth mit dem Smartphone kompatibel ist. Im Scheinwerfer leuchtet im neuen Jahrgang ein LED-Tagfahrlicht. Leider beließ Ducati die vorderen Blinker immer noch in den Handprotektoren. Das mag cool aussehen, aber schon ein harmloses Umkippen kann teuer werden und eigentlich sollen die Protektoren ja genau das verhindern.

Ducati stellt, wie üblich, der Hypermotard noch eine SP-Variante zur Seite. Die fällt durch eine schicke Zwei-Farben-Lackierung auf. Außerdem erfreuen eine goldfarbig eloxierte Gabel und ein Federbein von Öhlins das Auge, beides selbstverständlich voll einstellbar. Auch die Federwege sind länger in der SP: statt 170 Millimeter vorne und 150 hinten sind es deren 185 und 175. Was wiederum die Sitzhöhe auf 890 Millimeter anhebt, aber, laut Ducati, auch die Schräglagenfreiheit von 44 auf 47 Grad erhöht. Die SP rollt auf geschmiedeten statt gegossenen Marchesini-Felgen aus Aluminium.