Facelift für die Mercedes C-Klasse

Seit 2007 ist die aktuelle C-Klasse auf dem Markt, jetzt steht ein Facelift an. Außen hat sich Mercedes allzu große Änderungen verkniffen, größere Änderungen gibt es im Interieur und bei der Technik

vorlesen Druckansicht 23 Kommentare lesen
Lesezeit: 6 Min.
Von
  • sle
Inhaltsverzeichnis

Stuttgart, 22. Dezember 2010 – Ein Facelift für die aktuelle C-Klasse ist nicht einfach. Als sie 2007 erschien, war sie noch deutlich zahmer gestaltet als die geradezu provokativ gezeichnete E-Klasse von 2009. Wie die heute veröffentlichten Bilder des C-Klasse-Facelifts zeigen, hat es sich Mercedes dennoch verkniffen, der Limousine für ihre zweite Lebenshälfte krampfhaft schärfere Falten einzubügeln. Im Interieur gibt es dagegen eine völlig neue Instrumententafel im aktuellen Stil des Hauses, dazu kommen viele neue elektronische Helfer und verbesserte Antriebe.

Die Front wurde zumindest teilweise an das neue Markendesign herangeführt. Limousine und T-Modell erhalten eine neue Motorhaube aus Aluminium, die die Pfeilung stärker betont. Die Scheinwerfer hingegen blicken nun fast ein wenig konventioneller und treuherziger drein, fügen sich aber gut in das Gesamtbild ein. Bei den optionalen Xenonscheinwerfern mit Intelligent Light System gibt es ein auffälliges Positionslicht in C-Form und im unteren Bereich eine horizontale LED-Blinkeinheit. Die zweite waagerechte LED-Leiste im Stoßfänger stellt das Tagfahrlicht dar, das gab es aber schon beim Vorgänger. Am Heck sind die Modifikationen minimal. Bei allen Veränderungen hat Mercedes auf die Aerodynamik geachtet. So blieb der cW-Wert von 0,26 – laut Mercedes ein Bestwert in der Klasse – konstant.

Facelift für die Mercedes C-Klasse (30 Bilder)

Mercedes stellt die überarbeitete C-Klasse vor - als Limousine und als Kombi (Bild: T-Modell, Avantgarde mit AMG-Paket).

Deutlich verändert wurde das Armaturenbrett. Während bisher Symmetrie und gerade Linien vorherrschten, gibt es jetzt einen deutlich mutigeren Formen-Mix, bei dem zumindest optisch nicht mehr die streng schwäbische Ordnung dominiert. Auffallend ist auch die neue Blende, die sich von der Mittelkonsole auf die Beifahrerseite hinüberzieht. Es gibt sie in verschiedenen Designs. Die Haube, unter der die Hauptinstrumente liegen, wurde nach rechts erweitert, sodass sie auch das Zentraldisplay aufnimmt, das nun ständig sichtbar ist. Statt rechteckiger Luftausströmer gibt es jetzt in der Mitte trapezförmige und außen runde Düsen. Neu in der C-Klasse ist auch das dreispeichige Lenkrad, das vom gerade vorgestellten CLS bekannt ist. Es steht allerdings nur in der Version Avantgarde zur Verfügung. Überhaupt werden die Linien Elegance und Avantgarde nun stärker voneinander abgesetzt. Erreicht wird dies unter anderem durch unterschiedliche Zierteil-Angebote. Serienmäßig bei Elegance sind außerdem Komfort-Kopfstützen, deren Seitenwangen sich verstellen lassen.